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26.07.2019

Auf wilden Wegen durch Neuseeland 7 - vom Lake Tekapo nach Hokitika





Auf diesem Abschnitt wandere ich von der trockenen Graslandschaft am Lake Tekapo über die weiten Kiesebenen der Gletscherflüsse Rangitata und Rakaia zum Hauptkamm der Südalpen, und gelange schließlich entlang des Whitcombe River zurück nach Hokitika an der feuchten Westküste der Südinsel.

20.07.2019

Auf wilden Wegen durch Neuseeland 6 - vom Arthurs Pass nach Hokitika






Diese Etappe verläuft komplett auf der Westseite der Südalpen. Wie  ich bald merken sollte, erreicht die Wildheit Neuseelands hier neue Superlative...

03.06.2019

29.05.2019

Auf wilden Wegen durch Neuseeland 4 Nelson Lakes





Auf dem Abschnitt von Murchison zum Lewis Pass durch den Nelson Lakes Nationalpark, gelange ich erstmals auf meiner Neuseelandtour durch alpine Landschaften.

24.05.2019

Auf wilden Wegen durch Neuseeland 3 - Kahurangi 2 Heaphy Track und Matiri Tops


Nach meinem gescheiterten ersten Versuch den Kahurangi Nationalpark zu durchqueren, möchte ich nun den Heaphy Track für einen erneuten Zugang benutzen. Dieser Weg gehört zu den bereits erwähnten Great Walks auf Neuseeland, und wird als solcher heftig beworben.
Mit 78 Kilometern ist er der Längste dieser Trails und Start sowie Endpunkt des Heaphy sind relativ schlecht zu erreichen. Aufgrund dieser Umstände wird der Weg verglichen mit anderen Great Walks eher wenig frequentiert. Was mich am Heaphy Track reizt, ist vor allem die Vielfalt der durchquerten Landschaften, von Bergen bis Küste, die viel Abwechslung verspricht.

16.05.2019

Auf wilden Wegen durch Neuseeland 2 - Kahurangi 1 Rückzug an den Drachenzähnen





Bereits früh am nächsten Morgen bin ich wieder unterwegs. Zunächst folge ich der Straße Richtung Nelson, biege aber schon bald auf eine Nebenstraße ab, die sich nach fünf Kilometern in eine Schotterpiste verwandelt. Ich wandere hier durch flaches, grünes Weideland voller schwarzer Rinder, in denen verstreut einige Farmhäuser stehen. 

                          Durch Farmland Richtung Kahurangi Nationalpark

Nach 11 Kilometern erreiche ich einen kleinen Parkplatz, wo Schilder darauf hinweisen, dass hier der Anatoki Track beginnt. Ab hier beginnt ein recht steiler Aufstieg über zugewachsene Pfade in Buschland, bevor der Wald im Nationalpark beginnt. 
Kahurangi ist mit 4500 qkm der zweitgrößte Nationalpark Neuseelands und wurde erst 1996 gegründet. Zwar erreichen die Berge hier nie die 2000 Meter Marke, aber die Mischung aus tiefen Waldtälern, schroffen Hängen und langen Graten macht diese Landschaft sehr attraktiv zum Wandern.

10.05.2019

Auf wilden Wegen durch Neuseeland 1 - Abel Tasman




Auch wenn ich schon seit Jahrzehnten wandernd durch die Welt ziehe, hatte ich merkwürdigerweise Neuseeland lange nicht wirklich auf dem Schirm. Das hat sich erst geändert, als ich die Bilder und Stories von meinem Freund Bernd gesehen und gehört habe. Bernd ist der bei weitem erfahrenste Wildniswanderer den ich kenne, und wahrscheinlich auch tatsächlich selbst weltweit gesehen, einer der meist gewandertsten Leute. Gegen ihn bin ich eher ein armes Waisenkind, was die Tourenbilanz angeht...
Wir waren ja auch schon zusammen unterwegs, http://geraldtrekkt.blogspot.com/2014/11/durch-das-land-der-namenlosen-berge-1.htmlhttp://geraldtrekkt.blogspot.com/2013/11/patagonien-1-die-hornopiren-traverse-1.html

daher weiß ich, dass wenn er eine Gegend gut findet, sie für mich in der Regel auch ein lohnendes Ziel ist. Und Neuseeland spielt für ihn ganz weit vorne, was gute Trekkingländer angeht!
Kurz gesagt, nachdem mir Bernd den Mund wässrig gemacht hatte, war mir klar, dass auch ich nach Neuseeland muss!
Neuseeland besteht aus zwei Hauptinseln, die etwa gleich groß sind, und insgesamt etwas kleiner als Deutschland. Dagegen beträgt die Bevölkerung nur knapp 5 Mio. Einwohner, im Gegensatz zu 83 Mio bei uns! Na ja, wenn man dann noch berücksichtigt, dass 80 % der Neuseeländer auf der Nordinsel leben, ist schon auf Grund dieser Zahlen klar, dass die Südinsel das bessere Ziel für einen Wildniswanderer darstellt, wobei der Norden des Landes natürlich auch einiges zu bieten hat...
Seit 2011 hat Neuseeland mit dem Te Araroa (TA) auch einen 3000 Kilometer langen Fernwanderweg, der über beide Hauptinseln führt, daher liegt es scheinbar nahe, diesen für die Erkundung der Südinsel zu nutzen. 
Allerdings macht schon ein Blick auf die Karte klar, dass der TA oft ausserhalb der Berge verläuft, und daher über weite Strecken nicht die attraktivste Route darstellt. Daher war bald mein Entschluss gefasst, auf  einer eigenen Linie aus verschiedenen Trails und auch weglosen Abschnitten, die Südinsel im Norden startend zu erwandern. Bei der Planung stellte es sich aber schon bald als klar heraus, dass drei Monate auf einer anspruchsvollen Route nicht ausreichen, um die ganze Insel zu durchqueren. Egal, ich würde eben so weit laufen, wie ich komme, und in einem anderen Jahr die Durchquerung fortsetzen...

03.05.2019

Auf dem West Coast Trail



Da meine Tochter Marie für ein Semester auf Vancouver Island studiert, liegt es nahe, zum Abschluss meiner Kanadareise den berühmten West Coast Trail zu laufen. 
Allerdings ist dieser stark reguliert, und es werden lediglich 75 Starterlaubnisse pro Tag vergeben, die man online reservieren muss. Da diese "Slots" oft schon auf Monate hinaus ausgebucht sind, schien es zunächst, als ob ich keine Chance hätte, den Trail zu wandern. Aber als ich von unterwegs wieder einmal checke, ob nicht doch ein Platz frei geworden ist, werde ich fündig und reserviere umgehend!

25.04.2019

Durch die kanadischen Rocky Mountains 7 Sasketchwan River-Jasper 2





Ich bin am nächsten Morgen noch nicht lange unterwegs, als das Tal des Brazeau River Oberlaufs unter mir abfällt. Während ich kurz innehalte um die Aussicht über das Tal zu geniessen, höre ich hinter mir Frauenstimmen und sehe dann auch bald zwei Wanderinnen mit offensichtlich sehr leichtem Gepäck raschen Schrittes auf mich zu laufen.

12.04.2019

Durch die kanadischen Rocky Mountains 6 Sasketchwan River-Jasper 1




Vom Sasketchwan River trampe ich aus den Bergen nach Rocky Mountain House, wo ich mich für die nächsten 15 Tage neu verpflege. Bevor ich dann wieder zu meiner eher kargen Trailkost zurückkehre, gönne ich mir noch ein typisch kanadisches Frühstück  mit Eiern, Bratkartoffeln, etc. für etwas mehr als 5 Euro!
Frisch gestärkt laufe ich aus dem nicht sehr schönen Ort und habe bald meinen ersten lift nach Nordegg gefunden.
Ich stehe nur wenige Minuten, als ein großer Pick- up hält. Bald stellt sich heraus, dass die beiden Insasssen Gary und Harlan Sioux Indianer sind. Nun sind die Sioux einer der berühmtesten Indianerstämme Amerikas, die in der Schlacht am Little Bighorn in Wyoming den Weißen die größte Niederlage beigebracht hatten. Ich weiß, dass ihr Häuptling Sitting Bull sich danach mit seinen Leuten nach Kanada zurück gezogen hatte, aber Gary und Harlan erzählen, dass ihr Teil des Stammes schon früher nach Kanada gezogen sei. Das Sasketchwan Tal mit den Kootenay Plains ist im Winter häufig schneefrei, wenn die Landschaft ringsum unter einer meterhohen weißen Last verschwindet, daher war das Tal ein Wilddorado, was die Sioux anzog. Offenbar konnten die hier zuvor ansässigen Kootenay sich nicht gegen die kriegerischen Sioux behaupten...
Die beiden Indianer trinken schon am frühen Morgen Bier, was mich nicht weiter stört, da es auf dem Highway 11 kaum Verkehr gibt...
Irgendwann bemerken sie, dass sie vergessen hatten, in Nordegg zu tanken, obwohl sie bereits bezahlt hatten! Kein Problem, wir fahren ein Stück zurück und der Tank wird voll gemacht!
Wir bringen Gary zu dem Reservat, wo etwa 250 Sioux leben und teilweise Pferde züchten. Harlan ist eigentlich LkW-Fahrer, hat jetzt aber einen Monat frei und nichts Besonderes vor, daher beschließt er netterweise spontan, mich zum Trailhead am Owen Creek zu bringen, wo ich meine Wanderung fortsetzen will.
Mein Fahrer erzählt, dass sein Großvater kein englisch gelernt hatte, da seine Familie zu weit im Busch lebte und er nie zur Schule gegangen war. Dafür gab er aber einiges an traditionellem Wissen an seinen Enkel weiter, unter anderem auch das Rezept für eine "Medizin". Eine Mixtur, die offenbar halluzinogene Wirkung hat, und es einem erlaubt, den eigenen Körper zu verlassen. Laut Harlan gut, wenn man Probleme hat...
Obwohl weder er noch sein Bruder so aussehen als würden sie sich noch viel in der Natur bewegen, kennen sie die Gegend von früheren Reitausflügen sehr gut. Dabei ging es meist zum Fischen oder Jagen. 
Eine eindrucksvolle Begegnung!
Zum Abschied möchte Harlan sich einmal meinen Rucksack aufsetzen...

Der Sioux Indianer Harlan

05.04.2019

Durch die kanadischen Rocky Mountains 5 Banff- Sasketchwan River



Auf dem nächsten Abschnitt nutze ich den Great Divide Trail überhaupt nicht und laufe statt dessen eine Route durch den Banff Nationalpark und die Siffleur Wilderness Area.
Kaum bin ich von der am Bow Valley Parkway gelegenen Fireside Picknick Area losgelaufen, sehe ich auch schon einen braun gefärbten Schwarzbären unmittelbar vor mir über den Weg laufen. Hier im tief gelegenen Bow Valley sind bereits die ersten Buffaloberries reif, daher ist es kein Wunder, dass ich den Bären antreffe. Etwas später sehe ich ihn ein weiteres Mal, es scheint, als ob auch er den Trail nutzt...

29.03.2019

Durch die kanadischen Rocky Mountains 4 Boulton Creek- Banff



Als ich am nächsten Morgen einen Parkplatz am Upper Kananaskis Lake erreiche, könnte ich fast denken, dass es mich nach Nepal verschlagen hat, da es hier einen Rundweg zum Gedenken an die kanadische Expedition zum Mount Everest im Jahr 1982 gibt!
Der See, dessen Uferlinie ich auf einem schönen Pfad für einige Kilometer folge, ist einfach fantastisch mit seinem stillen blauen Wasser vor der Kulisse majestätisch aufragender Berge und gleißender Gletscher.

                                                        Upper Kananaskis Lake

23.03.2019

Durch die kanadischen Rocky Mountains 3 Coleman- Boulton Creek



Am nächsten Morgen erhalte ich ein fantastisches Frühstück, was im Preis inbegriffen ist. Da die anderen Gäste wohl noch nicht wach sind, bleibt genügend Zeit für ein interessantes Gespräch mit Dawn, der Wirtin. Aufgrund der Nähe von Coleman zur US- Grenze, sind viele ihrer Kunden Amerikaner. Oberflächlich betrachtet, könnte man glauben, dass es kaum Unterschiede zwischen Kanadiern und US- Bürgern gibt. Dawn sieht das aber etwas anders und bringt es auf den Punkt: Die südlichen Nachbarn sind im Durchschnitt konservativer, patriotischer und religiöser als Kanadier!

13.03.2019

Durch die kanadischen Rocky Mountains 2 - Waterton Lakes- Coleman



                                                     Übersichtskarte des Great Divide Trail



Eigentlich ist es nicht mehr weit zum Frankfurter Flughafen, aber mein Zug steht in Bad Vilbel und steht, und steht...
Die Zeit verrinnt und ich sitze auf glühenden Kohlen, sollte der Zug, der offenbar von einer Baustelle gestoppt wird, nicht bald weiter fahren, würde ich meinen Flug verpassen!

06.03.2019

Durch die kanadischen Rocky Mountains 1 - Vor der Reise



Eigentlich hatte ich vor, im Sommer 2018 eine Tour in Alaska zu unternehmen. Dann erfuhr ich allerdings von Marie, meiner Tochter, kurz bevor ich aus Patagonien zurück kehrte, dass sie ein Semester in Kanada studieren würde! Sofort begann ich zu überlegen, wie ich einen Besuch bei ihr mit einer interessanten Wanderung verbinden könnte, und hatte schnell eine Idee...
Zum ersten Mal hatte ich die kanadischen Rocky Mountains bereits im November 1989 kennen gelernt, als ich nach einer langen militärischen Übung mit der britischen Armee noch 10 Tage zur freien Verfügung hatte. Als ich per Anhalter von Calgary in Richtung der abrupt aus der flachen Prärieebene aufsteigenden Mauer des Felsengebirges fuhr, war ich bereits schwer beeindruckt, und mir war klar, dass ich diese eindrucksvollen Berge intensiver erkunden möchte. Nun ist Anfang November dort bereits mehr oder weniger Winter, weshalb mein Aktionsradius etwas beschränkt war...
Im Jahr darauf kam ich wieder und lernte Teile der Nationalparks von Banff und Jasper kennen, allerdings nur auf wiederum recht kurzen Wanderungen, da ich auch noch eine Tour im nördlichen British Columbia geplant hatte.
Danach verging eine lange Zeit ohne weitere Besuche Kanadas. 
Erst als ich von der Wanderung meines guten Freundes Bernd in den kanadischen Rocky Mountains erfuhr, rückten diese fantastischen Berge wieder stärker in meine Aufmerksamkeit.
Gegen Bernd bin ich ein Anfänger was abenteuerliche Trekkingtouren angeht, daher weiss ich, dass wenn er von einer Gegend schwärmt, diese wirklich fantastisch ist!
So entstand schnell meine Idee von der US- Grenze dem Kamm der Rocky Mountains bis nach Jasper zu folgen, wo ich mich dann mit Marie treffen würde!
Was die Route angeht, hatte ich tolle Anregungen von Bernd erhalten, es gibt aber auch einen Weitwanderweg durch die südlichen kanadischen Rockies, den Great Divide Trail, dem ich über einen Großteil der Strecke folgen würde. 
Anfang Juli ist es dann soweit, ich fliege nach Calgary und das Abenteuer beginnt!

03.03.2019

Zurück aus Neuseeland

Gestern bin ich von einer dreimonatigen Reise nach Neuseeland zurückgekehrt! Es war eine großartigen Wanderung auf der Südinsel, und ich denke, der Leser darf schon sehr gespannt auf die Berichte und Bilder vom anderen Ende der Welt sein!

Allerdings, geht es hier jetzt erst einmal mit meiner Kanadareise im letzten Sommer weiter, wo ich im Wesentlichen dem Kamm der Rocky Mountains von der US- Grenze bis nach Jasper gefolgt war!


28.11.2018

Greater Patagonian Trail 2018- 12 von Coyhaique nach Villa Cerro Castillo



Zunächst muss ich wilde Seen in schlechtem Wetter bewältigen und überquere dann das Cerro Castillo Massiv, in dem inzwischen herbstliche Verhältnisse eingekehrt sind...

27.11.2018

24.11.2018

Greater Patagonian Trail 2018- 10 von Villa Rivadavia nach Palena




Auf diesem Abschnitt paddele ich lange über mehrere, durch kurze Flussabschnitte verbundene Seen und wandere dann durch das Vorland der Anden auf der argentinischen Seite. Mancher Abschnitt stellt sich dabei als überraschend schwierig heraus...

21.11.2018

14.11.2018

Greater Patagonian Trail 2018- 8 von Cochamo nach Lago Puelo



Auf diesem Abschnitt erkunde ich das Cochamo- Tal, das "Yosemite" Patagoniens und gelange schließlich entlang des Rio Puelo wieder nach Argentinien.

11.11.2018

Greater Patagonian Trail 2018- 7 von Peulla nach Cochamo



Auf diesem Abschnitt wechsele ich auf die argentinische Seite der Grenze und erkunde den grandiosen Nahuel Huapi Nationalpark um den markanten Vulkan Cerro Tronador.

08.11.2018

Greater Patagonian Trail 2018- 6 von Puerto Maihue nach Peulla

                

Die Durchquerung des Puyehue Nationalparks, mit dampfenden Lavafeldern,  die erst beim letzten Ausbruch des Vulkans, im Jahr 2011 entstanden sind, ist ein weiterer großer Höhepunkt meiner Patagonienwanderung.   

05.11.2018

Greater Patagonian Trail 2018- 5 von Neltume nach Puerto Maihue


Lago Pirihueico ist der erste der großen, patagonischen Seen, auf die ich mich mit meinem Packraft wage. Da ich in einem so kleinen Boot noch keine Erfahrung mit ausgedehnten, sehr windanfälligen Gewässern habe, bin ich gespannt was auf mich zu kommt...

01.11.2018

Greater Patagonian Trail 2018- 4 von Curarrehue nach Neltume





Ich durchquere die fantastischen Vulkanlandschaften des Villarica Nationalparks wo ich einen unglaublichen Sonnenuntergang erlebe und drei unverhoffte Begegnungen habe. Auf dem Rio Neltume macht dann das Packraften richtig Spass!

26.10.2018

Greater Patagonian Trail 2018- 3 von Liucura nach Curarrehue


Ein mächtiger Kondor

Der Höhepunkt dieser Etappe ist die Besteigung des 2282 Meter hohen Vulkans Sollipulli, dessen vier Kilometer messende Caldera von einem Gletscher ausgefüllt wird!

19.10.2018

Greater Patagonian Trail 2018- 2 von Guallali nach Liucura



Wer steigt Silvester in ein Flugzeug? Offenbar nicht sehr viele Menschen, daher ist der Preis für das Ticket nach Santiago de Chile so sagenhaft günstig, das ich einfach zuschlagen muss...
Ausserdem habe ich die mittlere Sitzreihe ganz für mich, so dass ich über Platzmangel nicht klagen kann...
In Chiles Hauptstadt angekommen, halte ich mich nicht lange auf, sondern nehme gleich einen Bus zum Terminal Alameda, wo ich etwas Aufenthalt bis zur Abfahrt nach Los Angeles habe. Das Ticket hatte ich ebenfalls bereits im Internet gebucht.
Noch vor Sonnenuntergang treffen wir in der Stadt ein, da offenbar kein Taxi meine Unterkunft kennt, laufe ich einfach los, und frage mich zu der Adresse des Balanquita Guesthouse durch. Andrea, die Wirtin dieser kleinen Privatpension erzählt, dass wegen des Feiertages Neujahr alle Restaurants geschlossen sind, kocht mir dann aber gerne ein gutes Abendessen!
Zwar hatte ich im Internet gelesen, dass ein Bus nach Guallali schon morgens abfährt, muss dann aber am Busbahnhof erfahren, dass die Abfahrt erst in einigen Stunden statt findet...
Da es in Los Angeles nicht sehr viel zu sehen gibt, hänge ich die meiste Zeit im schönen Park der Plaza de Armas ab...
Der Bus nach Guallali ist ziemlich günstig, ein Schild verrät, dass er von der Regierung subventioniert wird, als Beitrag zur Förderung des Pehuenche Gebietes. Tatsächlich sehen die meisten Mitfahrer auch deutlich indianisch aus. Die Pehuenche sind eine Gruppe der Mapuche, die in den Anden leben. Ihr Name leitet sich von den Araukarien Nüssen ab, die seit jeher eine wichtige Nahrungsquelle für dieses Volk darstellen. Sie haben eine stolze Geschichte: Weder den Inka gelang es sie zu unterwerfen, noch den Spaniern, die im 16. Jahrhundert ohne Probleme die mächtigen Indianerreiche der Azteken und Inka in Südamerika eroberten. Zwar gelang es den Konquistadoren zunächst Stützpunkte im Mapuche Gebiet zu errichten, wurden jedoch bald zurück geschlagen und dieses Volk schaffte es tatsächlich für weitere 300 Jahre unabhängig zu bleiben!

09.10.2018

Greater Patagonian Trail 2018 - 1 Vor dem Start



Nachdem ich Anfang 2017 bereits auf dem Greater Patagonian Trail unterwegs war, und mir die zwei Monate in denen ich von Chile's Hauptstadt Santiago bis in die Araukarienwälder Nordpatagoniens gelaufen war, sehr gut gefallen hatten,  stand für mich schnell fest, dass ich 2018 meinen Weg weiter in Richtung Süden fortsetzten möchte. 
Zur Vorbereitung konsultiere ich wieder intensiv die hervorragende Internetseite von Jan Dudeck, dem Erfinder dieses in Südamerika einmaligen Weitwanderweges. Bald merke ich, dass es sich bei den vielen Seen und Flüssen in Patagonien richtig lohnt, mein kleines Packraft mitzunehmen, zumal in einigen Gegenden die Alternative zum Paddeln nicht schöne Wege, sondern endlose Straßenabschnitte sind. 
Ich habe drei Monate Zeit und natürlich ist mir klar, dass ich auch diesmal nicht bis in den äußersten Süden des Kontinents gelangen werde. Wie weit ich komme, wird sich herausstellen, auf jeden Fall wartet wieder ein interessantes Abenteuer auf mich!

07.10.2018

Durch die Wildnisse Skandinaviens 21- Zur russischen Grenze



Durch Wälder und Tundren des Urho Kekkonen Nationalparks gelange ich bis in die Nähe der russischen Grenze, wo ich eine unerwartete Begegnung habe...

28.09.2018

Durch die Wildnisse Skandinaviens 20 - Lemmenjoki



Ich setze meine Wanderung durch die weglosen Wälder und Moore von Lemmenjoki, dem größten Nationalpark Finnlands fort. Werde ich die beiden großen Flüsse auf meinem Weg überqueren können?

23.09.2018

Durch die Wildnisse Skandinaviens 19 - weglose Weiten im Anarjokka Nationalpark



Auf dieser Etappe beginnt der wohl anspruchsvollste Teil meiner Skandinavienwanderung, die weitgehend weglose, etwa 300 Kilometer lange Durchquerung der Anarjokka und Lemmenjoki Nationalparks, im Grenzgebiet von Norwegen und Finnland.

15.09.2018

Durch die Wildnisse Skandinaviens 18 - Kilpisjärvi- Kautokeino



Auf dieser Etappe passiere ich den höchsten Berg Finnlands, durchstreife das eindrucksvolle Reisatal und gelange schließlich in die Weiten der norwegischen Finnmark.

05.09.2018

Back from Canada and returning to german language in this blog

I just returned from my summer trip to western Canada, and have decided to switch back to german for this blog. I think I just like writing in my mother language more, and for sure, it reads better than my english...
If you are interested in reading about my adventures in english, I recommend my facebook page, where I will continue to post in that language.
So soon I will continue with entries regarding my last summer trip to Scandinavia!

25.06.2018

Scandinavian wilderness hike 17- Snowstorm on the way to Kilpisjärvi


When I start early next morning it is grey and the temperature reaches just 4 C°. I follow the Dividalen for a while and then climb out across dry birch forest. Dividalshytta offers a very nice view across the valley, but unfortunately it has started to rain again. There must be visitors, but at this early hour everything is still quite.

13.06.2018

Scandinavian wilderness hike 15- from Hellemocanyon to Kjatterat



I had intended to explore more of the granite country around Hellemofjord but next morning I soon must realise, that that is a slow, difficult undertaking. I would run out of food and more importantly miss an appointment in some days, so I decide to turn back on the Nordkalottleden.

06.06.2018

Scandinavian wilderness hike 14- along the huge Akkajaure towards Hellemocanyon


On this stage I have a very interesting encounter with the members of a scientific project on the effects of climate change in the arctic.

01.05.2018

Scandinavian wilderness hike 13- Into Padjelanta and Sarek



On this stage I leave my northerly bearing and take a big detour eastwards into Sweden, to explore the big Nationalparks of Laponia, Padjelanta, Sarek and Stora Sjöfallet.

20.04.2018

Scandinavian wilderness hike 12- across Junkerdalen to Sulitjelma



On this stage I cross the fantastic Junkerdalen and have an unexpected change from walking, when paddling large Balvatnet.

14.04.2018

11.04.2018

Scandinavian wilderness hike 10- towards Umbukta






On this stage I experience a period of nice weather while walking in the Okstindan area, a not well known, but very beautiful region.

When leaving Hattfjelldal I walk along road 73 towards Sweden. As I don't like roadwalking too much, I am happy when a car stops and the driver takes me to Krutvatnet, where hiking trails start again. We have a lively conversation, which I find quite interesting, because my host occasionally works with Sami people. A family needs about 500 reindeer to make a living. This year they had problems with bears, feeding on their animals, so two of them got shot. In my view this is sad, because big predators like bears and wolves belong to these wild landscapes, but on the other side, it is understandable as well that the reindeer herders don't like to get their stock eaten...
I leave the car at Krutvatnet, where a sign gives some information about the Nordlandsruta which I will follow for some time, a 550 km long distance trail from the Narvik area to Børgefjell, which is not well known.

           Nordlandsruta- an almost forgotten long distance trail

Along the lake is a good number of weekend homes, swampy parts are conveniently bridged!
Some willow grouse chicks are hiding in the grass, only one of them stays on the planks, cheeping for her mother, which seems not to be afraid, looking after her young child, only five meters away from me!


                               Willow Grouse chick    


                           The mother is not afraid of me

At the end of the weekend home area, there is a nice, free to use hut, belonging to the Norwegian forest service statskog, but of cause, it is far to early for me to stay...

Away from Krutsvatnet I cross birch forests before I get on the open, green tundra. The blue and white markings of the Nordlandsruta are still visible, but quite faint...


                             Above Krutvatnet

First I spot one sea eagle in the sky, but then, shortly after another four of them, are starting from the ground, flying away from me! What a majestic sight, but surely I am too slow to get a picture...
Getting to the spot where they had been, I find a dead reindeer. Obviously they were feeding on it, vulture style! I didn't know before, that sea eagles have this habit, but that was exciting!
I am sure, that an eagle is not capable to kill an adult reindeer, so probably its death had another cause.


              Five sea eagles were feeding on the reindeer carcass


When I descent into a valley, I follow a gravel road for some time. There is no traffic, besides a car, with two kayaks on top. The Norwegian driver stops, and it turns out, that in 2003 he walked Norge på langs with a friend! Nice to meet somebody to share experiences!
Finally I leave the road and ascent into the birch forest. It is a mild evening and I enjoy sitting outside and cooking.
Next morning there is not one single cloud in the sky and the temperature is already 9 C°!
I follow a valley with some small lakes and then ascent to a pass. Like usual there are good trail markings, but not a real trail. The hiking areas in Norway south of the arctic circle just get little use...
On the pass beautiful vistas open:   The glacier covered massif of Okstindan appears to be very near, hosting northern Norway's highest peak with 1916 m altitude. Many flowers add colour to the landscape and finally the green of spring has definitely arrived, o.k probably on July 20, it must be called summer, but it feels and looks more like spring...









                                              Okstindan!

I especially like the open birch forests in the valleys, with occasional rowan trees, sometimes stripped of their bark by moose, up to 3 meters!


                     Moose peeled off the bark of Rowan trees

In wet areas the white of the cotton grass adds another accent.




                                 Cottongrass

The snow covered mountains rising above the large Rossvatnet are another beautiful sight.


Rossvatnet

When I descend to Storelva I cross a lush birchforest full of ferns and flowers, thanks to the rich limestone soil.
With sunshine and high temperatures an unexpected disturbance has arrived: Lots of horseflies! But fortunately they seem to be more interested on my smelling socks than on me...

                                 Lush birch forest

                                            Horseflies

The suspension bridge across Storelva is quite interesting, of cause not dangerous, but I could imagine that the shaking bridge high above the river is not for everyone....

                             Suspension bridge at Storelva

After a brief visit to Rossvatnet I climb up to the very beautiful Spettfjelldalen with moorland, birches and a meandering river. The views across the valley to Rossvatnet and the Okstindan massif are breathtaking!

                                    View across Spettfjelldalen

The trail is well marked, but one creek crossing could be rather difficult at high water levels, but pose no problem today.

                           Wading the wild creek

Usually I cook dinner, when in camp, but today the weather is so beautiful, that I take a long break to cook on the river and enjoy the warm sun. As most of the time, so far, I have eaten in the tent, this feels very good. Sun and warmth are really nice!

                                       Evening dinner en route

While I am eating, I meet the first hikers since Dovrefjell! Marit and her teenage kids are doing a weekend trip. 
As it turns out, that Marit is the tourism manager of the region we chat for quite a while. 
Okskoltan, the highest peak of northern Norway was first climbed in 1883 by a frenchman and his sami guide. To celebrate this, in 2014 a new hut named Rebeaux after the guy who climbed it first, was opened on Okskoltan. The area is very beautiful, but so far receives only few tourists. Probably I like it like this....

                                        Norwegian weekend hikers

I walk to a Kota, where it is possible to sleep for free, but the interior is a bit grubby, so I prefer to camp.
Next morning I continue in Spettfjelldalen and reach the large Gressvatnet, where a DNT- Hut is located. Marit who slept there with her kids, invites me for coffee, and we chat another 2,5 hours, very interesting!
For some time I follow the rocky shore of the artificial lake.


                                            Near Gressvatnet

Again, it is a perfect, warm and beautiful day, the nice side of Norway...
And although I wear a T-Shirt all day, the northern wind keeps the insects at bay...

                                           The yellow of the Globeflowers 

                               
In the evening after having a dinner break, I cross a fantastic, rugged granite landscape.

                                                Granite dominates the area

When around eight in the evening I reach tiny Grasfjellkoia, the temperature is still 17 C°!
The cabin is owned by the Rana Turistforening and has everything what a hiker needs, but none of the super luxury stuff many other Norwegian huts have. Stove, table, wooden bench. Perfect! Of cause, in this beautiful weather there is no need to sleep in the hut, but it is so cozy, that I can't resist! In the guestbook I read the writing of a german woman, hiking across Norway. It is heard to believe, but  some months later I will meet her in Patagonia!

                                    












           

                                                                  Grasfjellkoia

It is such a calm, and beautiful evening, that soon I am off for a leisurely stroll! A lot of small birds are around, all of them busy to feed their hungry offspring!


                                  Around Grasfjellkoia

                                                         Beautiful evening     

It is unbelievable, the nice weather continues! When I start at 6:30 it is already 12 C°! Soon I walk in T-Shirt again. The terrain is quite difficult with a lot of ups and downs while I walk above the large Grunnvatnet. 


                                Another fantastic hiking day

Before I reach Umbukta I meet father and daughter from Sweden, just having started the second part of their Norge på langs trek.
Umbukta, is somewhat important to the hikers crossing the length of Norway, as it marks the middle of the distance! There is a small hotel and restaurant, which has the reputation of being kind to hikers. Norge på langs wanderers are allowed to stay there for free one night long. I don't intend to stay, but have lunch, in hope of meeting the legendary owner Thor- Inge, who has already completed Norge på langs two times. Unfortunately he is not present, but anyway, the food is good and a nice change to my usual diet...

                                                  Umbukta Fjellstue