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03.06.2019

Auf wilden Wegen durch Neuseeland 5 - vom Lewis Pass zum Arthurs Pass








Der nächste Abschnitt führt mich weiter auf zum Teil abenteuerlicher Route durch die wilde Bergwelt der Südinsel.

Am nächsten Morgen dauert es nicht lange, bis ich einen lift von Hanmer Springs zur Hauptstraße gefunden habe. 
Als ich dort stehe, nimmt mich zwar zunächst niemand mit, aber ein Wagen hält und fragt, ob ich Weed möchte...
Ja klar, meine Droge ist das Laufen durch die Berge!
Nach einer halben Stunde kann ich bei einem netten Lehrer einsteigen, mit dem ich mich gut unterhalte und der mich direkt bis zum Lewis Pass fährt. 
Es ist kühl, windig und ungemütlich, natürlich sieht es auch stark nach Regen aus, dennoch schlage ich den Pfad zu den Lewis Tops ein, der durch moosigen, niedrigen Südbuchenwald nach oben führt.

                                                                                   Bergwelt am Lewis Pass

Über der Baumgrenze endet der Weg und ich folge dem zunächst flachen Grat durch eine weite Graslandschaft. Kurzzeitig klart es auf, aber bald setzt Regen ein, und dichter Nebel verhüllt die Landschaft.


                                          Kurzes Aufklaren an den Lewis Tops

Ich überlege, ob es überhaupt Sinn macht, bei diesen Wetterverhältnissen weiter zu laufen, aber ich habe keine Lust schon jetzt im Zelt zu hocken und kämpfe mich daher weiter.
An einem steilen Abstieg, ist mir die weitere Route nicht klar, aber Gott sei Dank gibt es ja GPS!
Schließlich hört der Regen auf und die Wolken heben sich wieder.
Ich traversiere um den Gipfel des Apprentice herum und überschreite auf schmalem, felsigen Grat Lucrezia, auf 1640 Meter Höhe.


                                                          Lewis Tops

Einmal rutsche ich im nassen Gras aus, und schlittere einige Meter nach unten, komme aber rechtzeitig vor einigen Felsen wieder zum Halten. Ja, bei Nässe sind die steilen Grashänge tückisch!
Schließlich steige ich ab zum winzigen Brass Monkey Bivy, auf einem Sattel mit 2 kleinen Seen gelegen. Obwohl die Sonne zum Teil scheint, ist es sehr windig und kalt, so dass ich froh über den Schutz bin, den mir die Biwakschachtel gewährt. 
In der Nacht höre ich laubfroschartige Klänge aus dem Teich.


                                                        Brass Monkey Bivy

Am nächsten Morgen traversiere ich lange durch die Grashänge. Einmal steige ich zu einem Pass auf 1400 Meter auf. Danach geht es abwärts zum Oberlauf des Rough Creek.


                               Wegloses Traversieren durch grasige Hänge

Zwei Stück Rotwild flüchten vor mir als ich näher komme. Hier unten im Tal ist das Gras sehr hoch, so dass ich nur langsam vorwärts komme.


                                                  Oberlauf des Rough Creek

Im Hang auf der anderen Bachseite verläuft ein Pfad. Daher steige ich durch den Wald recht steil hoch, und gelange tatsächlich schließlich auf den deutlichen Weg Richtung Lake Christabel, der durch schönen, knorrigen Wald führt. 


                                                                Moosland

Als ich an der Lake Christabel Hut Pause mache, treffe ich tatsächlich einen anderen Wanderer!
Nach der Hütte geht es kurze Zeit durch einen recht offenen, beeindruckenden Wald im flachen Talgrund, aber später wandere ich talaufwärts auf zunehmend undeutlicher werdendem Pfad. Aber die genialen, neuseeländischen Markierungsschilder weisen dennoch meist recht zuverlässig den Weg.


                                      Ja, das Gras ist hoch...


                                             Sehr gute Wegmarkierungen

An der Baumgrenze geht es durch eine dicht bewachsene Zone voller agavenähnlicher Pflanzen mit großen, fleischigen Blättern, und stacheligen gelben Blütenständen. Dieses "Speergras" ist bei den Vögeln sehr beliebt, so dass ich einige Aufnahmen machen kann. 


                                                        Silberauge


                                                    Fächerschwanz

Hier in der dichten Vegetation wird der Weg teilweise durch rot- weiße Pfähle markiert, dennoch komme ich nur mühsam vorwärts.



                                                Durch dichte, subalpine Vegetation

Nach steilem Aufstieg erreiche ich einen grasigen Sattel, wo ich in einem Bächlein etwas Wasser finde und auf einer flachen Stelle das Zelt aufschlage. Auch heute Abend ist es windig und ungemütlich. Hoffentlich wird das Wetter beim Anstieg zum Mount Boscawen am nächsten Tag besser!


                                                 Auf einem Sattel

Als ich am nächsten Morgen aus dem Zelt schaue, ist es tatsächlich klar. Ein Kea kreist kurz rufend über mir, ein gutes Omen für den Tag?
Zunächst komme ich einfach in flachem, grasigen Gelände voran. Doch schon bald steige ich zum Grat auf, dem ich hoffe zum Mount Boscawen folgen zu können. Als ich oben stehe, wird mir allerdings sofort klar, dass ich das vergessen kann. Zu steil und felsig ist diese Route und wohl ohne Kletterausrüstung nicht zu begehen. 
Also steige ich wieder ab, traversiere ein Stück im Geröllhang, und versuche es dann ein weiteres Mal. Der Hang wird immer steiler und felsiger, so dass ich stellenweise meine Hände zum Klettern einsetzen muss. 
Schließlich bin ich aber wieder oben, muss aber erkennen, dass ich auch hier dem Grat noch nicht folgen kann. Ein zweites Mal abzusteigen habe ich aber auch keine Lust...
Nach genauer Musterung des Geländes entscheide ich mich schließlich ein Stück weit auf der anderen Seite hinunter zu klettern, um nach kurzer Traverse in erstaunlich einfachem Gelände wieder zurück zum Felskamm aufzusteigen. Ab hier ist es ziemlich einfach dem Grat bis zum Gipfel zu folgen, auch wenn dieser stellenweise messerschmal ist...
Obwohl Mount Boscawen nur 1788 Meter Höhe erreicht, bietet er doch herrliche Aussichten in die umliegenden Täler und Berge.






                                     Aussichten vom Mount Boscawen

Das Gipfelplateau ist zwar flach, aber so sehr ich mich auch umsehe, zunächst entdecke ich keine sich aufdrängende Abstiegsroute. Überall ultrasteiler Schotter. Eigentlich will ich in das Tal des Doubtful River absteigen, da mir aber die Route Richtung Nina River noch am ehesten machbar scheint, wähle ich schließlich diese. 
Bald wird der lose Schotter so steil, dass ich mich auf den Hintern niederlasse und langsam tiefer rutsche. Nicht elegant, aber machbar...



                                                    Steiler als es aussieht...

Als ich schließlich in Gelände mit gröberen Felsbrocken gelange, wird mir klar, dass ich es wohl mal wieder geschafft habe...
Zu allem Überfluss riss mir im Abstieg auch noch die Handschlaufe eines Wanderstockes, der darauf hin wie ein Flitzebogen durch die Luft schoss. Das sah ziemlich spektakulär aus, aber ausser einem leichten Sturz ist weder mir noch dem Stock etwas passiert...
Während der Mittagspause beschließe ich spontan nicht abzusteigen, sondern im Hang weiter zum Devils Rampart zu traversieren, was mir machbar erscheint. Wie der Abstieg dann zum Devil's Den Biwak wird, werde ich sehen...
Tatsächlich ist die Traverse um die steilen Oberläufe einiger Schluchten zunächst ziemlich mühsam. 
Später wird das Terrain aber flacher, und ich kann die tollen Aussichten bei dem herrlichen Wetter so richtig genießen!


                                           Traverse zum Devils Rampart

Der Anstieg zur "Teufelsrampe" auf 1740 Meter ist dann sehr einfach, bei den 500 Höhenmeter Abstieg zum Devilskin Saddle bin ich mir da aber nicht so sicher...


                                                    Devils Rampart

Steile Stücke wechseln sich mit flacheren Abschnitten ab, wo man sogar sehr gut zelten könnte. Einige steile Felsplatten muss ich umgehen, was aber zunächst gut funktioniert. Erst ziemlich weit unten, als ich das Devils Den Biwak bereits sehe, wird der Abstieg schwieriger und an zwei Stellen muss ich etwas suchen, bis ich eine geeignete Route gefunden habe. 
Gegen 18 Uhr erreiche ich schließlich die kleine Biwakschachtel auf 1232 Meter. Hier treffe ich Nora und Remy, Biologen, die die Kea's untersuchen. Heute haben sie allerdings noch keinen der Vögel gesehen, die sie auch fangen und besendern wollen. Als ich von meiner Beobachtung heute morgen erzähle, notieren sie sich die Koordinaten.


                                                           Am Devils Den

Bald gelange ich auf der anderen Seite des Sattels in den Wald, und steige im Tal des Devilskin Stream ab. Es ist hier überall so steil und dicht bewachsen, dass ich irgendwann mein Zelt mitten auf dem Pfad aufschlage, was aber auch nur an wenigen Stellen möglich ist!
Am nächsten Morgen geht es weiter durch den dichten Bergwald bergab. Der Pfad ist relativ schwierig, daher komme ich nur langsam vorwärts. Etwas was in Neuseeland eher die Regel, als die Ausnahme ist!




                                            Abwärts im Tal des Devilskin Stream

Gegen 10 Uhr erreiche ich bei leichtem Nieseln das breite Tal des Doubtful River. Meistens ist der Flusslauf hier von einem Grasstreifen gesäumt, so dass der Wald etwas zurück tritt.
Dieses Tal scheint auch von Pferdetouren genutzt zu werden, deren Route sogar eigenen, leuchtgrünen Dreiecken folgt. 


                                                                   Doubtful River

Gegen Mittag durchwate ich den Doubtful River, was kein Problem darstellt, und wandere dann das Kedron River Tal aufwärts. Zunächst geht es flach entlang des Baches, dann entfernt sich der Pfad vom Fluss und verläuft oberhalb im Hang. 
Irgendwann wird der Wald wieder niedriger und die Stämme dünner und bereits am frühen Nachmittag erreiche ich das Lake Man Bivy, eine weitere, winzige Blechschachtel, in der man umsonst übernachten kann. 
Obwohl es stark nach Regen aussieht, unternehme ich noch einen Spaziergang zum Lake Man, oberhalb der Hütte. Es gibt nur für eine kurze Teilstrecke die Andeutung eines Pfades und zunächst kämpfe ich mich zeitweise durch dichtes Gebüsch. 
Dann endet das Tal und Wasserfälle kommen offenbar vom Lake Man heruntergestürzt. Die weitere Aufstiegsroute ist stellenweise recht steil, aber man kann schwieriger zu begehenden Felsabschnitten ohne Probleme ausweichen.


                                                 Aufstieg zum Lake Man

Hinter der Geländekante versteckt sich der See, sonst sicher sehr idyllisch, aber bei dem düsteren Wetter eher abweisend. 


     Auf der rechten Seite des Tales sehe ich die Aufstiegsroute    für morgen


                                                                       Lake Man

Den ganzen Tag hatte ich noch niemand getroffen, um so mehr wundere ich mich, dass ich beim Abstieg auf ein französisches Pärchen treffe, das auch zum Lake Man will!
Gerade rechtzeitig, bevor es richtig zu regnen beginnt, bin ich wieder an der Hütte. Dagegen laufen die Anderen noch tatsächlich zum Lake Man, und zünden nach ihrer Rückkehr ein Feuer bei ihrem Zelt in der Nähe der Hütte an!
Allerdings ziehen sie sich bei dem Regen dann doch recht schnell ins Zelt zurück.
Früh am nächsten Morgen wandere ich unter einem strahlend blauen Himmel wieder los. Da die Vegetation natürlich noch klatsch nass ist, trage ich zunächst meine Regenhose.
Schon bald gelange ich aus dem Tal auf einen grasigen Sattel in ca. 1300 Meter Höhe. Der Pfad ist mit Pfählen gut markiert und bald gelange ich wieder in den Wald.


                                                Blick zum Hope Tal

Ich folge zunächst schmalen Rücken weiter abwärts, allerdings ist das letzte Stück des Abstiegs zum Pussy Stream dann sehr steil.
Am Bach angekommen, sehe ich zunächst nicht, wo der Pfad weiter führt. Erst nach einiger Zeit realisiere ich, dass das Bachbett selber hier der Weg ist! Mitunter stoße ich noch auf ein Plastikdreieck als Markierung, aber im Prinzip suche ich mir selber meinen Weg. Dazu muss ich häufig die Seite des Baches wechseln, was anfangs problemlos über die Felsen möglich ist. Schließlich muss der Pussy Stream dann aber doch einige Male durchwatet werden. 
Irgendwann wird das Kiesbett breiter und ich komme jetzt einfach voran, dann ist es aber auch schon nicht mehr weit bis zum Hope River.


                                                           Den Pussy Stream abwärts

Die weite Grasebene von Jacob's Flat am Hope River ist für mich wieder ein ganz neuer Aspekt der so vielfältigen Natur Neuseelands. Dazu ist es angenehm warm und einige Schäfchenwolken schmücken den strahlend blauen Himmel. Auch so kann Neuseeland sein!


                                                    Jacob's Flat am Hope River

Nach dem ich den Fluss ohne Probleme durchwatet habe, erreiche ich die gemütliche Top Hope Hut. In der Nähe gibt es ein Seitental mit einer heißen Quelle, leider lese ich im Hüttenbuch, dass diese zur Zeit ziemlich kalt ist, daher erspare ich mir den Umweg.
Ich wandere im Tal weiter aufwärts, zunächst noch lange durch die Graslandschaft, in der ich rasch vorwärts komme. Allerdings führt der Pfad auch manchmal in den Wald wo ich von oben einige schöne Ausblicke über das Tal erhalte.


                                                    Das Tal des Hope River

Später wird das Tal zunehmend enger und steiler. Immer wieder muss ich die Flusseite wechseln, was zwar kein Problem darstellt, aber ziemlich kalte Füße verursacht. Streckenweise ist in der dichten Ufervegetation nichts von einem Pfad zu erkennen, so dass ich die Wahl zwischen dem Kampf gegen das Dickicht oder den kalten Füssen im Fluss habe. Meist entscheide ich mich für den Bach...
Kurz vor dem Hope Pass entdecke ich noch einmal einen schmalen Grasstreifen, der einen super Lagerplatz bietet. Später unternehme ich dann einen Spaziergang zu dem auf lediglich 950 Meter gelegenem Pass. Morgen will ich allerdings nicht hinter dem Sattel absteigen, sondern weglos von meinem Lagerplatz zur Kette der Nelson Tops aufsteigen. Leider sieht der Hang überall ziemlich übel bewachsen aus, daher steht mir morgen wohl zunächst mal wieder ein kleiner "Buschkampf" bevor...
Dieser entpuppt sich dann aber glücklicherweise als nicht sehr dramatisch. Meist kann ich trockenen, relativ wenig bewachsenen Rippen folgen, so dass ich mich nur auf kurzer Strecke durch den subalpinen Busch kämpfen muss.



                      "Bushbashing" beim Aufstieg zu den Nelson Tops

Schließlich werden die Büsche niedriger und herrliche Aussichten zurück ins Tal des Hope eröffnen sich, aus dem die Morgensonne bereits den Dunst aufsteigen lässt. 


                                                      Blick zurück ins Hope Tal

Kurzzeitig scheint es so, als wollten die Wolken die Berge wieder verhüllen, aber schon bald setzt sich die Sonne durch.



                                 Sonne und Dunst streiten um die Herrschaft

Ich steige zu einer Kuppe auf, und kann bereits meine weitere Route durch das goldene Gras zum Kamm der Nelson Tops ausmachen. 
Es ist herrlich, dem grasigen Kamm zu folgen, allerdings weht hier oben ein heftiger, eisiger Wind. Irgendwann ziehe ich trotz Sonne sogar Handschuhe an!




                                               Kammroute auf den Nelson Tops

Einmal sehe ich ein kleines Rudel Rotwild vor mir, das mich aber nicht auf gute Fotoentfernung herankommen lässt. Etwas später, während ich meine Mittagsschokolade esse, kann ich die 4 Tiere dann aber für längere Zeit beobachten. 
Für mich ziemlich erstaunlich ist, dass man auch in dieser Höhe immer wieder einmal eine große Mantelmöwe sieht, Vögel die man eigentlich eher am Meer vermutet!
Später weitet sich der Kamm zu einer steinigen, locker mit gelbem Gras bewachsenen Hochebene aus. In der Ferne sehe ich ein Stück des Lake Sumner und das Hurunui Tal, in das ich absteigen will.


                                                                     Hochebene


                                                Blick zum Hurunui Tal

Schließlich bricht die Hochebene abrupt ab, und mir steht ein 500 Meter Abstieg durch den Wald bevor. Die Höhenlinien auf der Karte sind alle sehr dicht beieinander, wie fast immer in Neuseeland, wird es sehr steil hinab gehen. Ich hoffe nur, nicht auf unüberwindliche Klippen zu stoßen!
Zunächst komme ich in recht offenem Wald gut voran, aber bald wird das Terrain steiler und die Vegetation sehr dicht. Alles hier ist mit dicken, nassen Moospolstern überzogen. Viele Äste an denen ich mich festhalten will, sind so morsch, dass sie sofort brechen. 
Und natürlich, irgendwann lande ich oberhalb von einer steilen Klippe, deren Ausdehnung ich in dem dichten Bewuchs nicht feststellen kann. An solchen Stellen folge ich ganz meiner Intuition, die natürlich aus früheren Erfahrungen entstanden ist, um die beste Route zu finden. Schritt für Schritt taste ich mich tiefer, kann aber wirklich gefährliche Stellen gut vermeiden.
Später folge ich meist eingeschnittenen Schluchten muss dann aber einige Male vor einem Steilabsturz wieder rausklettern um am Hang weiter zu laufen. Die Schluchten sind voll mit umgestürzten Bäumen, in so einem Hindernisparcours kommt man nur sehr langsam vorwärts.


                                           wegloser Abstieg zum Hurunui

Irgendwann habe ich es geschafft, das Gelände flacht ab und ich habe das offene, breite Tal des Flusses erreicht. Im Gegensatz zu dem trockenen Hope Tal, ist es hier oft richtig sumpfig. Einmal schaffe ich es sogar, bis zur Hüfte in einem tiefen Sumpfloch zu versinken!


                                                              Hurunui Tal 

Der Fluss verzeigt sich in mehrerer Arme, die von Kiesbetten gesäumt sind. Hier beobachte ich einige Austernfischer, die ich ja schon aus Abel Tasman kenne.


                                                          Austernfischer

Der Hurunui ist ein großer Fluss, dennoch kann ich selbst den Hauptarm ohne Probleme durchwaten. Meine Laufschuhe lasse ich dabei an, wie eigentlich immer beim Durchqueren größerer Gewässer.
Zwischen Fluss und Waldrand schlage ich mein Zelt auf, und nutze das trockene, heiße Wetter, um mich und meine Wäsche zu waschen. Leider wimmelt es hier von Sandfliegen, daher ist das Badevergnügen nicht ganz ungetrübt. 
In der Nähe sehe ich zwei andere Zelte, denen ich später einen Besuch abstatte. Ein neuseeländisches Paar macht eine kürzere Tour und hat schon die heiße Quelle in der Nähe genossen.
Dagegen ist Pim ein 25-jähriger Holländer, der dem TeAraroa, auf den ich hier wieder gestoßen bin, nach Süden folgt. Obwohl dies seine erste Fernwanderung ist, hat er bereits "Blut geleckt" und will mehr davon!
Während wir so zusammen sitzen, bringt die untergehende Sonne den aus dem Tal aufsteigenden Dunst zum Leuchten.


                                             Abendstimmung am Hurunui

Es ist krass, schon morgens vor Sonnenaufgang ist das Moskitonetz am Zelteingang voll von Sandfliegen, die mich offenbar regelrecht belagern!


                                              Sonnenaufgang im Hurunui Tal



Ganz in der Nähe liegt die dampfende, heiße Quelle im Wald direkt am Weg. Sehr einladend, aber jetzt will ich mich nicht entspannen, der Tag beginnt ja gerade erst!




                                                               Heiße Quelle


Im Hurunui Tal wechseln sich schöne Südbuchenwälder mit offenen, grasigen und kiesigen Flächen ab. An zwei Hütten vorbei gewinne ich nur langsam an Höhe. In einem Magazin, der Hurunui Nr. 3 entdecke ich einen interessanten Eintrag: Ein Inder will alle 970 neuseeländischen Hütten besuchen!


                                                         Schöner Südbuchenwald

                                                          Im Hurunui Tal

Schließlich verengt sich das Tal und steigt für längere Zeit ziemlich steil an, bis ich am Harpers Pass den höchsten Punkt auf 962 Meter erreiche und ab jetzt ins Tal des Taramakau absteige.


                              Blick von Harpers Pass ins Tal des Taramakau

Beim Abstieg taucht irgendwann Pim auf, mit dem ich gestern Abend zusammen gesessen hatte. Wir haben soviel Gesprächsstoff, dass wir zusammen weiterlaufen. Daraus ergibt sich ein anderer Rhythmus als der in dem ich normalerweise gehe. Ich mache weniger Fotos, achte auch weniger auf die Umgebung und insgesamt laufen wir schneller.

                                      Oberlauf des Taramakau

Bald wird das Tal flach und grasig. An manchen Stellen liegen Kuhfladen, wir sehen aber keine der Wiederkäuer.

                                      Schnelles Vorankommen am Taramakau

Pim hat sogar eine Angelroute dabei und freut sich daher über die Raupen, die in Massen an einer Pflanze fressen, da er denkt, dass sie gute Köder ergeben.


                                                                   Köderraupen

Später  müssen wir einige Male den Taramakau überqueren, was aber kein Problem darstellt. Ein Unwetter scheint aufzuziehen, daher legen wir noch einmal einen Zahn zu, um in der Kiwi Hut Unterschlupf zu finden.


                                                      Schlechtes Wetter im Anzug

Tatsächlich haben wir erst einige Tropfen abbekommen, als wir gegen 19 Uhr nach 30 Kilometern die Kiwi Hut erreichen, die wir zu unserer großen Freude für uns alleine haben!
In der Hütte gibt es einen offenen Kamin, an dem wir unsere Schuhe trocknen können. Ausserdem spendiert Pim Tee und Kaffee aus seinen Vorräten. Ungewohnter Luxus für mich! Nachdem ich Pim viel von meinen weglosen Touren in den Bergen der Südinsel erzählt habe, fragt er, ob er mich auf dem nächsten Abschnitt abseits des Te Araroa begleiten darf. Eigentlich bin ich ja lieber alleine unterwegs, und das weglose Laufen ist mit dem Langstreckenwandern auf einem etablierten Trail wie dem TA kaum zu vergleichen. Nichts desto Trotz habe ich bei Pim ein gutes Gefühl, und wir beschließen, die nächsten Tage auf meiner Route zusammen zu laufen.


                                                              In der Kiwi Hut

Es regnet die ganze Nacht und auch am Morgen gießt es weiter. Daher haben wir keine Eile los zu kommen und trinken gemütlich Kaffee, nach dem wir ausgeschlafen haben. Auch als es gegen 11 aufhört bleiben wir zunächst noch an der Hütte, da wir hoffen, dass der Wasserstand schnell sinkt...
Als wir um 13 Uhr aufbrechen stehen wir bald wieder am Taramakau und merken, dass der Wasserstand deutlich gestiegen ist.
Es dauert nicht lange, und wir müssen zum ersten Mal durch den Fluss waten. Das ist zwar gerade noch machbar, aber viel höher dürfte das Wasser nicht sein...

                                               Der Taramakau ist deutlich gestiegen

Schließlich erreichen wir die Einmündung des Otehake und sehen gleich, dass keine Chance besteht, diesen Fluss zu durchwaten.
Eigentlich wollen wir dem Taramakau noch ein Stück weit folgen, und dann über einen Pfad zum Lake Kaurapataka gehen. Da wir dies ja nicht umsetzen können, beschließen wir, schon ab hier dem Otehake 3 Kilometer weglos aufwärts zu folgen.
Doch zunächst müssen wir noch zwei breite, tiefe Arme des Taramakau überqueren. Das schaffen wir so gerade noch, aber denken, dass wir jetzt wirklich die Grenze des für uns Machbaren erreicht haben...

                       Schwierige Flussdurchquerungen am Taramakau

Im Wald am Otehake kommen wir zunächst für eine kurze Strecke recht gut voran, müssen uns dann aber entlang der steilen Hänge durch die dichte Vegetation kämpfen. Pim der so etwas bisher überhaupt noch nicht kennt, bleibt gut gelaunt und schlägt sich sehr gut!

                                                         Weglos am Otehake

Irgendwann kommen wir zurück zum Fluss und versuchen jetzt entlang des Ufers im Wasser vorwärts zu kommen.


                                            Manchmal ist der Fluss der beste Weg

An einem tiefen Arm vergesse ich, dass ich mein Smartphone noch in der Hosentasche habe. Glücklicherweise ist es ganz gut abgedichtet, daher richtet das Wasser keinen Schaden an!
Zum ersten Mal überhaupt ist das Smartphone auf Neuseeland meine Hauptnavigationsquelle. Dazu habe ich apps installiert, die auch offline funktionieren. In der Topo NZ app, sind sogar die offiziellen topographischen Karten des Landes hinterlegt.
Schließlich haben wir die drei Kilometer hinter uns, müssen jetzt aber doch einmal den Otehake komplett überqueren.
Ich habe arge Zweifel, ob wir das schaffen, aber Pim stürzt sich als Erster mutig in die Fluten. Zunächst läuft auch alles gut, aber als in der Flussmitte das Wasser tief wird, signalisiert er mir, dass er unsicher ist, ob er weiter kommt. Aber tatsächlich schafft er es und dann bin ich dran...
Es ist krass wie man förmlich merken kann, wie einen die Strömung anhebt und wegzuschwemmen versucht. Nur mit großer Körperanspannung kann man so einem Druck stand halten. Schritt für Schritt taste ich mich mit voller Konzentration weiter. Das Smartphone ist natürlich mittlerweile wasserdicht verpackt...
Schließlich bin aber auch ich auf der anderen Seite und erst einmal ziemlich erleichtert...

                             "Grenzwertige" Überschreitung des Otehake

Nachdem wir uns den steilen Uferhang hochgearbeitet haben, gelangen wir an die Kreuzung von Otehake- und Lake Kauropataka Trail. Ein Spassvogel hat unter den Wegweiser zur Otehake Hut "Blood Trail" geschrieben. Das das vielleicht doch nicht so spassig ist, sollten wir bald merken...
In unserer Naivität nehmen wir an, noch heute die nur wenige Kilometer entfernte Otehake Hut erreichen zu können...
Bald jedoch merken wir, was das für ein "Pfad" ist, dem wir nun folgen. Ständig geht es in der dichten Vegetation auf und ab. Immer wieder sind kleine Klettereinlagen gefragt, bei denen Wurzeln und Äste als Reckstangen dienen. Dennoch ist es großartig hier auf dieser abenteuerlichen Route zu wandern.



                                        Auf dem "Otehake Track"

Zunächst können wir noch den üblichen orangen Markierungen folgen, aber von einem Pfad ist nichts zu sehen. Dann sind die Plastikdreiecke plötzlich weg, so viel wir auch suchen.
Irgendwann steigen wir dann ab zum Fluss, wo wir die einzige Stelle auf dem Track entdecken, wo es flach und unbewachsen genug ist, um die Zelte aufzustellen. Pim versucht einen Fisch zu fangen, leider ohne Erfolg und wir sinken irgendwann in den Schlaf, noch ganz erfüllt von dem abenteuerlichen, anstrengenden Tag.

                                                    Unser Lager am Otehake


Bereits um 7 Uhr morgens sind wir wieder unterwegs und steigen vom Fluss zurück in den Hang um die Markierungen des "Pfads" wiederzufinden. Für die Geschwindigkeit unseres Vorankommens machen die Plastikdreiecke zwar kaum einen Unterschied, aber dennoch möchten wir die Sicherheit, nicht irgendwo an einer unpassierbaren Stelle zu landen. Wir entdecken aber leider nichts und kehren zurück zum Fluss, wo wir tatsächlich irgendwann wieder auf "Orange" stoßen.
Allerdings bleibt unsere Wanderung weiterhin sehr langsam und schwierig. Fast ständig klettern wir über irgendwelche Hindernisse hinweg, was durch die glitschig-nassen Moosbeläge nicht gerade einfach ist. Recht häufig müssen wir steile Schluchten der Seitenbäche durchqueren, wo es an kleinen Wasserfällen vorbei weiter durch den wunderschönen Südbuchenwald geht.

                                                        Paradiesischer Wald



































































                                                 Häufig geht es durch steile Bachschluchten


                                                        Ja, es gibt auch Sumpflöcher


                                                            Hindernisparcours

Einmal gelangen wir noch zurück an den Otehake, wo wir eine kleine Pause auf der Kiesbank machen.


                                                                  Am Otehake



                                                                             Ein üppig grüner Wald


                                                                        Klettern

Manche Stellen sind wirklich schwierig zu bewältigen, obwohl es  für uns sehr anstrengend ist, genießen wir doch die abenteuerliche Herausforderung des Otehake, der immer wieder mit neuen Überraschungen aufwartet...


                         Zahlreiche Schluchten müssen bewältigt werden


                                                                     Orange weist den Weg


                                          Balancieren auf glitschigen Stämmen


                                                       Moosbewachsene Felsblöcke

Es bleibt nicht aus, dass jeder von uns einige Male den Erdboden küsst, wir schaffen es aber uns jeweils gut abzufangen, so dass wir uns nicht verletzen. Wir wechseln uns immer wieder in der Führung ab, da es einfacher ist, der Route des Vordermannes zu folgen, als den besten Weg durch das unwegsame Labyrinth zu suchen. 
Der Otehake zwängt sich später donnernd durch eine Schlucht unter uns, aber wir bahnen uns weiterhin unseren Weg in den steilen Uferhängen.



                                         Der Otehake fließt durch eine Schlucht

Irgendwann stoßen wir auf einen Abschnitt, in dem der Pfad vor offenbar nicht allzu langer Zeit freigeschnitten wurde, was das Vorankommen ungemein erleichtert.
Ein hoher Wasserfall, den wir an einer kurzen Stufe überqueren, stellt wohl den spektakulären Höhepunkt unserer Wanderung am Otehake da. Obwohl wir häufig unser Vorankommen auf dem GPS prüfen, können wir es kaum glauben, wie langsam wir sind...






                                                Wasserfalltraverse

Schließlich erreichen wir die malerische auf einer Lichtung gelegene Otehake Hut. 6,5 Stunden für 7 Kilometer!
Das Hüttenbuch verrät, dass der letzte Besuch schon etliche Wochen zurück liegt. Pim, der gerne einmal längere Zeit in einer neuseeländischen Hütte verbringen würde, überlegt, ob dies ein gutes Standquartier für ihn wäre. Nun, wir werden sehen, wie der Zugang von der anderen Seite ist. In der Hütte hängt übrigens eine Karte auf der unser gerade zurückgelegter Weg eingezeichnet ist. Er ist der Einzige mit der Beschriftung " Very difficult and slow track". Das ist wohl eher noch eine typisch neuseeländische Untertreibung...


                                                               Otehake Hut

Nach einer langen Pause, in der Pim Kaffee kocht, ziehen wir schließlich weiter. Obwohl wir lediglich auf 660 Meter sind, ist der Buchenwald schon deutlich niedriger und recht gut zu passieren. Kein Vergleich zu der Strecke unterhalb der Hütte!
Vor dem Zusammenfluss von West- und Ostarm des Otehake laufen wir über ausgedehnte Schotterbänke. Bald müssen wir den Fluss durchwaten, was hier oben aber kein Problem mehr darstellt.


                                                 Oberlauf des Otehake

Anschließend entfernt sich der Pfad vom Fluss, der mal wieder in einer Schlucht verschwindet. Für kurze Zeit müssen wir uns durch dorniges Gebüsch kämpfen, aber generell fliegen wir jetzt förmlich dahin, verglichen mit dem Abschnitt unterhalb der Hütte.
Wir können jetzt häufig Ausblicke in die schroffe, alpine Landschaft genießen. 





                                                          Oberhalb des Otehake

Da wir nicht sicher sind, ob es am Taruahuna Pass Wasser gibt, schlagen wir unser Nachtlager auf einem flachen Absatz in Sichtweite eines von den umgebenden Hängen herabstürzenden Wassserfalls auf. Es ist schön, mal wieder ein offenes Lager in der alpinen Umgebung zu haben.
In der Nacht wird es allerdings ziemlich frisch. Mein Daunenschlafsack wärmt nicht mehr richtig, daher ziehe ich meine Kunstfaserjacke beim Schlafen an!


                                            Lager unterm Taruahuna Pass 

Am nächsten Morgen ist es ziemlich frisch, und ich laufe erst einmal mit Handschuhen. Schon nach etwas über einer Stunde haben wir den Taruahuna Pass auf lediglich 1252 Meter erreicht. 


                                                    



                                                            Aufstieg zum Pass


Hier verlassen wir den Pfad und wandern weglos weiter. Es herrscht dichter Nebel, daher können wir die weitere Route kaum ausmachen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass mein Gps- Track uns in zu steiles Gelände führt, daher suchen wir uns einen anderen Weg, und scheinen auch zunächst richtig zu sein, da wir auf einige Cairns stoßen, kurze Zeit später ist aber keiner der kleinen Steinhaufen mehr zu sehen.



                                                               Aufstieg im Nebel

Meist ist das Terrain ziemlich einfach, nur eine Blockrinne ist recht steil, so dass wir zeitweise auch die Hände benutzen.



                                                                  Steile Rinne

Schließlich gelangen wir genau im passenden Moment, als sich der Nebel zu heben beginnt, auf einen Grat. Magische Momente!


          Tolle Stimmungen entwickeln sich, als der Nebel sich hebt

Wir sind jetzt weit entfernt von meiner ursprünglichen Route, und das Gelände sieht überall ziemlich steil und unpassierbar aus. Pim schlägt vor, um einen aufragenden Schuttberg herum zu traversieren, um dann doch auf die Ursprungsroute zu gelangen. Das funktioniert dann auch erstaunlich gut.


                                           Kleiner Mensch in großer Bergwelt

Der Nebel hat sich mittlerweile komplett verzogen, so dass wir die fantastischen Ausblicke richtig genießen können.



                                                    Aussichtsreiche Hochroute

Irgendwann gelangen wir auf einen steinigen Grat, dem wir mit etwas auf- und ab, folgen können.


                                                                   Gratwanderung

Jetzt sind wir auch zurück auf der ursprünglich geplanten Route und erblicken unter uns schließlich den herrlich türkisen Lake Mavis, zu dem wir nach steilem, aber einfachem Abstieg gelangen.


                                                 Abstieg zum Lake Mavis

Obwohl kein Pfad zu dem herrlich gelegenen See führt, zeigen Steinwälle von alten Lagerplätzen, dass das Gewässer offenbar relativ häufig besucht wird.
Mittlerweile ist es angenehm warm und wir machen hier erst einmal eine ausgedehnte Kaffeepause!



                                                                       Lake Mavis

Der Abstieg ins Tal des Mingha River beginnt zunächst recht sanft, bald aber fällt die Geländekante steil ab. 


                                                          Oberhalb des Mingha Tals

Zu unserer Überraschung treffen wir eine 7-köpfige Wandergruppe, die sich als Mitglieder des Tramping Clubs Christchurch vorstellen. Trampen in Neuseeland hat übrigens nichts mit per Anhalter fahren zu tun, wie bei uns, sondern ist die gebräuchliche Bezeichnung für Wandern....


                                                    
                                                       Steiler Abstieg ins Mingha Tal

Bereits von oben hatten wir einige Läufer gesehen und erfahren von der Wandergruppe, dass die Leute für ein Rennen von Küste zu  Küste trainieren, in den Disziplinen Laufen, Rad- und Kajakfahren!
Unten im Tal sind wir zurück auf dem TeAraroa, der hier zum Teil über Bohlenstege führt!
An einem imposanten Wasserfall vorbei, gelangen wir rasch vorwärts. 



                                                Imposanter Wasserfall

Bei einer Pause treffen wir den Deutschen Christian, einen Bekannten von Pim, der auch auf dem TA wandert. 
Später lagern wir dann sogar zu dritt, und entfachen ein Lagerfeuer, auf einem bereits zuvor von anderen genutzten Platz. Es ist interessant, mal die Perspektive von jemand anderem zu hören, denn während Pim und ich ja begeistert vom Wandern in Neuseeland sind, macht ihm seine Reise eigentlich keinen Spass und er findet, das man Landschaften wie hier, auch in Europa findet...























                                                                                             Seltenes Lagerfeuer

Die restlichen Kilometer laufen wir am nächsten Morgen überwiegend auf einer breiten Schotterebene am Fluss. Schon nach einer Stunde haben wir Straße und Eisenbahnlinie von Arthurs Pass erreicht.


                                                    Breite Ebene am Mingha Fluss

Hier heißt es Abschied nehmen von Pim, der in den Tagen wo wir zusammen waren, für mich zu einem Freund geworden ist!
Wir hatten eine tolle Zeit zusammen, und mit ihm zu wandern war eine echte Bereicherung!


                                                                       Abschied von Pim

An der Straße herrscht kaum Verkehr, dennoch habe ich schon nach einer halben Stunde einen Lift gefunden. Interessanterweise ist mein Fahrer ein älterer Amerikaner, der den TA laufen wollte, aber aufgrund von Rückenproblemen abbrechen musste. Jetzt nimmt er er in seinem Mietwagen gerne andere Wanderer mit!
Wir halten im Dörfchen von Arthurs Pass, und trinken einen Kaffee, leider gibt es dort keinen Lebensmittelladen mehr, daher will ich eigentlich nach Kumara um dort einzukaufen. Allerdings scheint es auch dort nicht viel zu geben, daher fahren wir schließlich nach Greymouth, einem größeren Ort an der Westküste. 
Passenderweise schüttet es dort nachmittags wie aus Eimern, perfekt für einen (fast) Ruhetag, den ich im Global Village Backpackers verbringe.






























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