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05.09.2026

Durch die Brooks Range 3 Südnordtraverse 1 Coldfoot-Anaktuvuk Pass

 



                                                   13 Tage, 144 km

Da ich inzwischen erkannt habe, dass mich in der Brooks Range höhere Routen mehr reizen, als überwiegend in den breiten Tälern zu laufen, will ich als erstes eine Süd-Nord Überquerung auf einer möglichst hohen Route realisieren. Der erste Abschnitt soll mich dabei von Coldfoot am Dalton Highway zum Dorf der Nunamiut Inland-Eskimos Anaktuvuk Pass führen.
Daher schicke ich von Fairbanks Essen für insgesamt 30 Tage an die Post des Dorfes, damit ich mich dort neu mit Verpflegung eindecken kann. 
Das Trampen klappt wieder hervorragend. Es dauert nur eine Viertelstunde bis Andrew hält,  ein 46-jähriger mit einem großen, roten Pick-up und Hund dabei, der wegen mir auf den Rücksitz weichen muss. Andrew betreibt mit seinem Vater und dessen Bruder  eine kleine Goldmine  in der Nähe von Wiseman, einem 14-Einwohner Nest. Er raucht Kette und sein Wagen ist ziemlich vermüllt. Dennoch ist mir der stark tätowierte Mann mit Goldkette und schmutzigem Unterhemd durchaus sympathisch.  Andrew kommt eigentlich aus Washington und ist vor 20 Jahren nach Alaska gegangen, um den Drogen zu entkommen. Er hat von Heroin über Chrystal Meth bis Kokain und Pilzen alles mögliche genommen. 
Obwohl er sagt, dass von seinen Süchten weg ist, raucht er Kette und nimmt häufig einen Schluck aus seiner Whiskyflasche, die er zwischen seinen Beinen eingeklemmt hat. Als er in Coldfoot tankt, merke ich, dass er ziemlich angetrunken ist und bin froh, als ich einige Kilometer weiter aussteige. 
Heute laufe ich nicht mehr sehr weit und überquere den Middle Fork des Koyukuk Rivers in meinem Packraft, bevor ich im dichten Uferwald mein Lager aufschlage. 

Andrew nimmt mich nach Coldfoot mit


Die Trans-Alaska Pipeline wird vom Dalton Highway begleitet


Mit dem Packraft über den Middle Fork des Koyukuk River

Am Morgen durchwate ich bald einen weiteren Arm und laufe durch die weite Flusslandschaft, die, wie frischer Schlamm zeigt, kürzlich überschwemmt wurde. Dann stehe ich vor dem etwa 100 Meter breiten Hauptarm des Middle Fork Koyukuk, wo mein Packraft erneut zum Einsatz kommt. 
Nachdem ich das Boot getrocknet habe, verlasse ich bald das Tal und steige zunächst relativ sanft in Kelly Gulch auf. Bald verlasse ich allerdings das Tal und nehme eine direkte Route zum Kamm. Diese entpuppt sich als echt übel, das schwierigste Bushbashing der ganzen Tour bisher. Zwischen den Fichten wachsen vor allem grüne Erlen, die ein teilweise fast undurchdringliches Geflecht bilden. Hier muss ich mich regelrecht durchzwängen, sehr anstrengend. Abgesehen davon wird das Terrain irgendwann auch steiler, was zu der Anstrengung zusätzlich beiträgt. 
Ich atme auf, als das Terrain flacher wird und ich einen Bergkamm erreiche. Allerdings dauert es nicht lange, bis ein sehr steiler und schwieriger Abstieg in ein Tal beginnt. Hier finde ich eine Hütte vor und sehe jemand in einiger Entfernung am Bach. Einige Maschinen weisen darauf hin, dass dies wohl ein Goldclaim ist.
Bald geht es dann wieder lange durch den Fichtenwald aufwärts, bis ich wieder einen Bergkamm erreiche, wo ich mein Lager aufschlage. 
In knapp 11 Stunden habe ich weniger als 7 Kilometer zurückgelegt!

Weite Flusslandschaft

Der Hauptarm des Middle Fork ist etwa 100 m breit


Bushbashing


Blick zurück über Middle Fork und Dalton Highway


Nur kurz folge ich dem Kamm


Goldwäscherhütte


Ein schönes Lager am Ende eines harten Tags!

Am nächsten Morgen kann ich zunächst eine Zeit lang dem Kamm folgen. Zwar gibt es einige felsige Erhebungen, aber die lassen sich im Hang gut umgehen. Das gilt auch für Emma Dome, mit 1800 m, der höchste Berg hier. Einmal fliegen piepsende Küken vor mir auf und die Schneehuhnmutter versucht mich wegzulocken, indem sie sich flügellahm stellt. 
Eine Zeit lang, ist der Bergkamm noch breit und flach, danach geht es in ein Tal, wo noch einmal ein übler Weidenabschnitt vor mir liegt. Für den letzten Kilometer brauche ich zwei Stunden! Da es hier nirgendwo eine geeignete Stelle für mein Zelt gibt, steige ich steil zu einem kleinen Pass auf, wo ich tatsächlich ein ebenes Fleckchen entdecke. 

Am Morgen folge ich dem Kamm




Blick auf Emma Dome


Abwurfstange eines Elchs


Übles Bushbashing durch dichten Erlenbewuchs


Ich finde ein ebenes Plätzchen auf einem kleinen Pass

Ich hatte schon befürchtet, dass es heute mit dichtem Busch weitergeht aber ich kann einem unbewachsenen, steilem Bergrutsch abwärts folgen. Die weitere Route, die von weitem einfach erscheint, wird doch noch von Tälern unterbrochen, so dass es mehr auf und ab geht als ich gedacht hatte. An einer Stelle entdecke ich einen Elchschädel mit gigantischem Geweih. Ich kann das Ganze kaum anheben, unglaublich, dass ein Tier immer mit so einer Last herumläuft!
Der Pass den ich dann erreiche ist ziemlich flach, ebenso wie der Abstieg auf der anderen Seite. Allerdings geht es dann noch mal einen steilen, bewaldeten Hang hoch, bevor ich lange durch flache Zwergbirkentundra laufe, die aber nicht zu dicht bewachsen ist. 
Schließlich steige ich zum gemächlich fließenden Glacier River ab, den ich im Packraft überquere. Anschließend schlage ich im Wald oberhalb des Flusses mein Lager auf. Allerdings gibt es auch dort keinen Schatten, so dass die Sonne noch lange auf mein Zelt knallt und ich erst spät Ruhe finde. 

Auf einem Pass über dem Glacier River



Auch ganz kleine Fichten sind in diesem Klima schon ziemlich alt und können sich schon vermehren

Glacier River



Der Glacier River ist hier ein ruhiges Gewässer

Auch im Wald knallt die Sonne lange auf mein Zelt

Nachdem ich aufgestanden bin, steige ich nicht zu steil im Wald zu einem Bergkamm auf, dem ich dann den ganzen Tag folge, ein absoluter Wandertraum! Dabei geht es zwar über etliche Erhebungen, die ich schon von weitem sehen kann, aber trotz viel rauf- und runter ist das Vorankommen sehr einfach. Auf kurzen Strecken kann ich sogar Wildwechseln folgen, wahrscheinlich meist von Elchen. 
Besonders schön ist, dass ich hier oben weitgehend Ruhe vor den Mücken habe und daher im T-Shirt laufen kann. Die Blumenpracht ist wunderschön und ich habe noch nie so viele Schwalbenschwänze an einem Tag gesehen!
Allerdings gibt es kaum Wasser. Glücklicherweise ist ein kleines Loch ziemlich klar, während ein anderes verdreckt ist. 
Später am Nachmittag verzweigt sich der Kamm in verschiedene Richtungen und die Route ist nicht mehr so einfach. Da ich Wasser  brauche, steige ich schließlich ein ganzes Stück ab, und entdecke bei einem dreckigen Wasserloch eine kleine Vertiefung mit erstaunlich kaltem, klaren Wasser und schlage in der Nähe mein Zelt auf.

Traumhaftes Wetter auf einem traumhaften Bergkamm



Immer wieder sehe ich Arktische Ziesel



Blick zurück über den Beginn des Kamms



Glücklicherweise finde ich Wasser


Ich sehe heute sehr viele Schwalbenschwänze





Blumenpracht


Ich folge fast den ganze Tag dem Kamm



Am nächsten Tag steige ich zur höchsten Erhebung eines Kamms auf, aber zuvor wasche ich mich an einem kleinen Bach. Allerdings im Eiltempo, denn die Mücken sind schon wieder sehr aktiv. 
Über den Kamm geht es dann in ein weiteres Tal und von dort hoch zu einem felsigen Berg. Dessen Wände fallen zwar steil ab, aber ich finde einen guten Durchgang. Leider stelle ich dann fest, dass ich von meiner Richtung abgekommen bin und steige wieder hoch zu einem Pass. Dabei stellt sich die Stelle die ich für die Bergscharte gehalten hatte, als falsch heraus, der eigentliche Pass ist noch ein ganzes Stück weiter...
Heute hat es sich zwar ab Mittag bewölkt, bleibt aber trocken und warm. Schließlich folge ich noch einem Tundrarücken und schlage dann oberhalb des Clear Rivers mein Lager auf. 

Zum höchsten Punkt des Kamms



Fantastische Aussichten

Lager überm Clear River

Am nächsten Morgenich steige abwärts durch die Zwergbirkentundra in den Wald oberhalb der Schlucht des Clear River. Obwohl teilweise steile Klippen das Ufer begrenzen, finde ich einen guten Weg abwärts. Der Fluss ist nicht allzu breit und wild. Aber wo ich ankomme, gibt es keine gute Stelle zum Anlanden auf der anderen Seite, daher wate ich an der Steilwand ein Stück flussauf. Bald muss ich allerdings erkennen, dass hier das Wasser zu tief wird und kehre wieder um. Also gehe ich noch ein Stück flussabwärts und gelange an eine Stelle, wo viele kleine Wellen Steine unter der Oberfläche verraten und es so aussieht, als wäre der Fluss hier durchwatbar. Ich ziehe Hose und Unterhose aus und wage mich dann in den Fluss. Der stellt allerdings kein Problem dar. So gelange ich gut auf die andere Seite und ziehe mich wieder an, nachdem ich Socken und Schuhe ausgewaschen habe. 

Nachdem ich vom Fluss aufgestiegen bin, laufe ich sehr lange, durch sanft abfallende Zwergbirkentundra, wo der Red Star Mountain mit seiner auffälligen Farbe langsam näher kommt. Später geht es recht viel auf-und ab in teilweise bewaldete Täler. Schließlich gelange ich in ein Waldbrandgebiet, wo sowohl die Fichten, als auch die Zwergbirken größtenteils verbrannt sind. Zwar riecht es hier nach Asche und es ist nicht gerade die schönste Umgebung, dennoch schlage ich hier schließlich auf einem kleinen Hügel mein Lager auf. 

In der Nacht ist es dann ziemlich windig, so das ich meine Häringe mit einem Stein tiefer einschlage. Das funktioniert gut und die Böen können meinem Camp nichts anhaben. 


Clear River

Der Fluss lässt sich erstaunlich problemlos durchwaten


Wollgrasmeer


Red Star Mountain

Lager in einem Waldbrandgebiet

Am nächsten Morgen erreiche ich bald den North Fork des Koyukuk Rivers. Allerdings komme ich nicht gut an den Fluss heran, aber kein Problem, ich lasse mein Packraft von der steilen Uferböschung ins Wasser und die Überfahrt ist dann kein Problem. 
Anschließend geht es aufwärts in Richtung eines markanten Taleinschnitts. Stellenweise geht es durch dichten Erlenwald, mit verschlungenen Zweigen, durch die ich mich zwängen muss. Als ich das Tal erreiche, kann ich zunächst gut oberhalb der Schlucht laufen, bis das Terrain zu steil wird und ich zum Bach absteige. Zwar ist mir bewusst, dass ich in einer Sackgasse enden könnte, dennoch erscheint mir der Bachlauf als beste Möglichkeit weiter vorzudringen. Tatsächlich laufe ich über weite Strecken im Wasser. Obwohl es eigentlich warm ist, werden meine Füße dabei ziemlich kalt. Manchmal kann ich aber auch in trockenen Nebenarmen laufen, die wohl nur bei Überschwemmungen Wasser führen. Die Schlucht steigt immer steiler an und wird noch enger, dann versperrt ein massiver Eisbrocken anscheinend den kompletten Durchgang. Bei näherem Hinsehen stelle ich glücklicherweise fest, dass das Wasser das Eis bereits komplett untertunnelt hat, und ich problemlos aufrecht durch die Höhle laufen kann, wenn ich auch ständig von den Wassertropfen der tauenden, kalten Masse getroffen werde. 
Ich bin heilfroh, dieses Hindernis bewältigt zu haben, beschließe dann aber besser die Schlucht zu verlassen. Ein Erdrutsch scheint mir dafür geeignet, auch wenn ich am Rand in den Weiden hochklettere, um nicht erneut das Ganze zum Rutschen zu bringen. Anschließend muss ich mich noch lange extrem mühsam durch Weiden und Erlen an dem steilen Hang quetschen. Schließlich wird die Vegetation aber offener und das Terrain weniger steil. Von oben sehe ich, dass die Schlucht noch lange weiter eng bleibt, ob ich da wohl weiter gekommen wäre?
Allerdings freue ich mich zu früh, zwar ist das Vorankommen jetzt einfacher, aber immer noch habe ich einige steil eingeschnittene Seitenschluchten zu bewältigen. Schließlich kann ich aber tatsächlich aufatmen und das letzte Stück zum Pass führt kaum ansteigend durch ein weiteres Blumenparadies. 
Auch der Abstieg ist ziemlich flach. Bevor die Zwergbirken dann dichter werden, schlage ich auf einem kleinen Hügel mein Lager auf. 

Ich trockne mein Boot am North Fork Koyukuk

Mühsam!

Noch kann ich oberhalb der Schlucht laufen



Felsige Schlucht


Der Bach ist mein Weg




Im Bachbett komme ich am Besten voran


Der Bach hat das Eis untertunnelt



Glücklich aus der Eishöhle gelangt

Immer wieder habe ich eingeschnittene Seitentäler zu bewältigen



Hügel im Zwergbirkenmeer

Nachdem ich ins Tal abgestiegen bin, geht es am nächsten Tag hoch zu einem auf beiden Seiten sanften Pass. Als ich dann im Hang weiter laufe, erschrecke ich fast, als ein Elch aus einem eingeschnittenen Seitental aus nur etwa zehn Metern Entfernung ein Stück flüchtet, dann aber stehen bleibt und mich mustert. Schließlich läuft er weiter und trifft einen anderen Elch mit dem er schließlich zusammen weiter läuft. Später steige ich wieder auf zu einem niedrigen Pass, wo ich unterhalb eine Elchkuh sehe und dann mein Lager aufschlage. Auf einem kleinen Abendspaziergang versuche ich dann noch einen Überblick auf die morgige Route zu erhalten. 

Zwergbirkenmeer


Sanfter Passanstieg


Blumenteppiche


Auch auf der anderen Seite geht es relativ gemäßigt runter

Auf den Pass

Der Elch mustert mich lange




Am nächsten Morgen geht es nach unten und dann in das Seitental, dass ich schon gestern ausgemacht hatte. Zunächst kann ich den Pass noch nicht sehen und denke, dass ich am Besten einem steinigen Rücken nach oben folge, später beschließe ich dann aber, dem Tal weiter aufwärts zu folgen. Als dann aber der Pass in Sicht kommt, sieht er sehr steil aus und ich bezweifele ob er machbar ist. Daher gehe ich dann ein Stück zurück und steige an einer Stelle hoch zu dem felsigen Grat, die ich vorher schon als machbar eingeordnet hatte. Tatsächlich komme ich problemlos nach oben und auch die andere Seite ist gut machbar. Als ich später aber zurückschaue, sieht die Abstiegsroute ebenso steil aus, wie der Pass, an dessen Machbarkeit ich gezweifelt hatte.
Voraus erscheinen jetzt die schroffen Gipfel der Endicott Mountains, die teilweise aus Kalkstein zu bestehen scheinen. 
Weiter unten verengt sich dann das recht felsige Tal in das ich absteige, so dass ich einmal die Seite wechseln muss. 
Schließlich folge ich dem breiten Tinayguk Tal, zunächst über Sumpfwiesen. Später wachsen aber auch Fichten und Pappeln in den Seitentälern. 

Abends ist es düster und bewölkt, später in der Nacht entlädt sich dann ein heftiges Gewitter mit sintflutartigem Regen, aber mein Zelt hält gut stand.



Hier geht es in das Seitental



Mohn


Zunächst folge ich dem Seitental aufwärts


Ich überschreite den Grat


Steile, felsige Kämme


Die schroffen Endicott Mountains erscheinen


Ins Tinayguk Tal

Ich breche gegen sechs auf und stehe bald am Tinayguk River, den zu durchwaten überhaupt kein Problem darstellt. Anschließend geht es lange durch einen erstaunlich dichten, und üppigen Wald mit relativ großen Fichten und auch vielen Balsampappeln. Natürlich ist der Unterwuchs meistens sehr dicht. Die Orientierung hier ist nicht ganz einfach und die Vegetation ist noch klatschnass, so dass auch meine Hose bald ziemlich durchnässt ist und ich die Regenjacke überziehe. An einer Stelle sehe ich ein Waldhuhn, das sich in einer Baumkrone niederlässt und einige Küken, die in der Nähe aufgeflogen sind. Eigentlich gefällt mir der Wald hier ziemlich gut, aber die Nässe und auch die Mücken machen es denn doch nicht so schön. Die Berge sind komplett in Wolken,  es ist größtenteils grau und ungemütlich. Irgendwann komme ich aus dem Wald und laufe über offene, relativ sumpfige Flächen. Hier komme ich schneller voran, aber ich sehe auch, wie dunkel es ist und fürchte, dass es bald regnen wird. Daher schlage ich schon gegen 8:15 Uhr an einer passenden Stelle mein Zelt wieder auf. Das ist auch gut, denn ich bin von der Nässe ziemlich durchgefroren, so dass ich mich erst mal ein wenig aufwärmen will und warten, wie sich das Wetter entwickelt.

Als ich um 11:30 Uhr weiterlaufe, ist es deutlich wärmer und die Berge sind nicht mehr komplett in Wolken. Durch offenes Terrain laufe ich zu einem Taleinschnitt. Das Tal ist ziemlich steil und verblockt. Als ich an einer Stelle ein Schneefeld umgehen muss, ist das sogar etwas haarig...

Schließlich wird das Gelände aber flacher und steigt nur noch langsam an zum Pass. Darunter erstreckt sich ein größerer See.

Da es nicht mehr weit bis Anaktuvuk Pass ist, schlage ich dann schon recht früh mein Lager im Tal auf. 


Am Morgen nach dem Gewitter


Teilweise kann ich Wildwechseln folgen


Dichter Fichten- und Pappelwald


Nass, grau und trüb

Nachmittags ist es freundlicher 

Ein steiles, felsiges Tal

Unter dem Pass erstreckt sich ein See



Am nächsten Morgen ist es ziemlich grau, aber warm und "Mückig". Bald gelange ich auf eine Fahrspur, der ich bis vor Anaktuvuk Pass folge. Unglaublich wie schnell 7 Kilometer auf einem Weg zurückgelegt sind!

Erst recht spät sehe ich den Ort in dem 300-350 Menschen leben. Da ich im Internet nicht wirklich herausfinden konnte, ob es hier eine Unterkunft gibt, frage ich einen Arbeiter und erfahre dass es lediglich eine Baracke gibt, in der auch er untergekommen ist. 

Ich beschließe dann erst mal zur Post zu gehen, die aber auch geschlossen ist. Da fährt jemand mit platten Reifen vor, der sich als der Manager des Dorfladens herausstellt. Der junge Mann ist sehr hilfsbereit und ruft Roger an, der prompt erscheint und mit mir zu der Unterkunftsbaracke fährt, die er aufschließt. Eigentlich gibt es nur 2-Bettzimmer, aber für den seltenen Fall, dass hier eine Frau auftaucht, gibt es auch eines für eine Person, das ich dann auch erhalte. Ich würde sagen, das Niveau der Herberge entspricht vielleicht einem billigen Hostel, aber der Preis beträgt schlappe 250 Dollar!

Na ja, immerhin kann ich aufladen, duschen und Wäsche waschen. Außerdem gibt es wlan. Später gehe ich dann noch im Dorfladen einkaufen, aber die Post öffnet heute tatsächlich nicht. Roger erklärt mir, das das häufiger vorkommt, ich aber Glück habe, da er den Postmann gesehen hat und dieser nicht auf einem Jagd- oder Fischausflug ist. Ich hoffe, dass ich dann morgen meine Verpflegungspakete erhalte...


Ein trüber Morgen


Anaktuvuk Pass kommt in Sicht


Hier zu übernachten kostet 250 Dollar
















































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