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18.12.2023

Der Desert Trail - Zusammenfassung und persönliche Bewertung

 


Würde ich den Trail einem Freund empfehlen?


Ja, auf jeden Fall! Der Desert Trail mit seinen herrlichen Landschaften, der Freiheit fast grenzenlos umherzustreifen und ja, auch seiner Herausforderung, war für mich eine der schönsten Routen, die ich je gelaufen bin! Obwohl man weder Superwoman, noch Superman sein muss, um diese Strecke zu laufen, ist es doch sinnvoll, über einiges an Wandererfahrung zu verfügen, vor allem auch weglos unter Wüstenbedingungen. Während in den USA Privatbesitz nicht betreten werden darf, verläuft der Desert Trail ausschließlich auf öffentlichem Land!

21.11.2023

Auf dem Desert Trail durch die Wüsten der USA 11, Death Valley, Furnace Creek - Dyer

 



9 Tage, 221 Kilometer, 7085 Höhenmeter

Auf diesem Abschnitt quälen wir uns zunächst weiter durch die Ebene des Death Valley, erleben eine traumhafte Sanddünenlandschaft und steigen hoch in eine andere Welt, in der fließende Bäche traumhafte Oasen formen. An der Grenze zu Nevada gelangen wir dann in dichten Wald aus Wacholdern und Kiefern. Erstaunlich viel Schnee  erinnert daran dass der Winter dort noch nicht lange vorbei ist. 

16.11.2023

Auf dem Desert Trail durch die Wüsten der USA 10, Death Valley, Furnace Creek- Sheep Canyon

 




1 Tag, 54 Kilometer, 221 Höhenmeter

Um den heißen Temperaturen des Death Valley zu entgehen, laufen wir auf dieser Etappe überwiegend nachts, und legen dabei um die 55 Kilometer in 21 Stunden zurück. Im Dunkeln begegnen wir einer Klapperschlange und zwei Skorpionen…

10.11.2023

Auf dem Desert Trail durch die Wüsten der USA 9 I 15 (Las Vegas) - Death Valley (Furnace Creek)

 




5,5 Tage, 158 Kilometer, 2738 Höhenmeter

Auf dieser Etappe verlassen wir die Mojave Wüste, erleben eine wahre Blütenpracht im Sand der Kingston Range, durchqueren das Bachtal des Amargosa, eine langgestreckte Oase in der Wüste und steigen schließlich durch den Sheep Canyon 1400 Meter weit zum Boden des Death Valley hinab.

30.10.2023

Auf dem Desert Trail durch die Wüsten der USA 8 Kelso Depot (Baker) - I 15 (Las Vegas)

 



4 Tage, 108 Kilometer, 2931 Höhenmeter


Am nächsten Morgen stehen wir bereits um 7 Uhr an der Straße um nach Baker zu trampen, wo wir neuen Proviant kaufen wollen. Schon bald hält jemand an, der uns fragt, ob wir Wasser brauchen. Ja, Amerikaner sind oft hilfsbereit! Dann kommt eine Rangerin auf ihrem Morgenspaziergang vorbei und eine andere hält bei uns an. Sie will die Toilette am Kelso Depot reinigen und fährt danach zurück nach Baker, darf uns aber nicht mitnehmen. Doch nach einer Dreiviertelstunde haben wir Glück, die etwa 35-jährige Biologin Jenna aus Toronto hält an und nimmt uns mit. Die Forscherin führt in der Mojave Wüste Untersuchungen für ihre Doktorarbeit über die Fraßgewohnheiten von Ameisen durch. Sie bestätigt uns dann auch, dass es hier viel geregnet hat, doppelt so viel als in normalen Jahren!

28.10.2023

Auf dem Desert Trail durch die Wüsten der USA 7 Ca 62 (Twentynine Palms) - Kelso Depot ( Baker)

 




5,5 Tage, 135 Kilometer, 3114 Höhenmeter Aufstieg


Auf diesem einsamen Abschnitt in der südlichen Mojave Wüste, lernen wir was Durst ist, treffen einen merkwürdigen alten Mann,  müssen Klettereien in den Granite Mountains absolvieren, laufen den wasserreichen Bull Canyon hinab und durchqueren die bizarren Kelso Sanddünen. 

18.10.2023

Auf dem Desert Trail durch die Wüsten der USA - 5 Mecca - Chiriaco Summit

 




3 Tage, 64 Kilometer, 2011 hm Aufstieg


In diesem Abschnitt durchqueren wir zunächst die Mecca Hills, ein Labyrinth aus Sandstein Canyons, was ein wenig den bekannten Schluchten in Utah ähnelt. Anschließend geht es durch die Orocopia Mountains, wo wir einen langen Anstieg über felsige Grate zum gleichnamigen Gipfel bewältigen müssen. Nach einem Streit laufen wir eineinhalb Tag getrennt, finden uns aber schließlich wieder…

17.10.2023

Auf dem Desert Trail durch die Wüsten der USA - 4 S 22 (Salton City) - Mecca

 



2 Tage, 35 Kilometer, 918 hn Aufstieg

Auf diesem Abschnitt im Anza Borrego Desert State Park durchqueren wir das zerklüftete Calcite- Wonderstone Gebiet, überwiegend weglos mit zahlreichen An- und Abstiegen.

14.10.2023

Auf dem Desert Trail durch die Wüsten der USA - 3. Desert Ironwoods Camp - S 22 (Salton City)





1 Tag, 24 Kilometer, 319 hm Aufstieg


Nachdem wir uns in dem RV- Park neu verpflegt und mit Wasser versorgt haben, sind wir schon um 10:30 wieder unterwegs. Der nächste, sehr kurze Abschnitt führt uns durch die Borrego Badlands. Borrego ist übrigens der spanische Name für die Wüsten- Dickhornschafe die hier leben. Im Gegensatz zu unserer letzten Etappe, auf der wir ein reiches Pflanzenleben bewundern konnten, sind die Badlands sehr unwirtlich und kaum bewachsen. Wir folgen alten Fahrspuren, laufen teilweise aber auch querfeldein. Unser Nachtlager schlagen wir in einem schmalen Bachbett auf. Ganz in der Nähe liegt eine einzige, schon vor langer Zeit umgefallene Palme. In den USA gibt es nur eine eine Palmenart, die Kalifornische Fächerpalme. Später unternehmen wir dann noch einen Abendspaziergang, bei dem wir eine weglose Abkürzung für morgen erkunden. Dabei entdecken wir die Palmenoase 17-Palms, ein Anblick wie man ihn sich kaum kontrastreicher in dieser abweisenden Wüste vorstellen kann. Das Abendlicht ist fantastisch. Was unter der grellen Mittagssonne furchtbar öde und abweisend wirkt, ist zu dieser späten Stunde einfach nur schön.

06.10.2023

Auf dem Desert Trail durch die Wüsten der USA - 1. Einführung






Bereits seit meinem ersten Kontakt mit der Wüste vor über 30 Jahren in Afrika, bin ich von diesem Lebensraum begeistert. Während Sahara und Gobi ziemlich bekannt sind, gibt es auch in den USA einen großen Wüstengürtel, der sich von der mexikanischen Grenze bis nach Oregon im Norden erstreckt. Schon in den 90’er Jahren hatte ich etwas vom Desert Trail gehört, einer Wanderroute die diese Trockengebiete durchquert. Allerdings gab es wenig Informationen dazu und tatsächlich geriet die Idee für einen langen Wüstentrail, die schon in den 60’er Jahren entstanden war, um das Jahr 2000 herum ziemlich in Vergessenheit. Dabei hatte eine Gruppe die sich „Desert Survivors“ nennt, die Route ohne GPS und digitale Tools bereits in den 90’er Jahren kartiert und eine Serie von umfangreichen Führern zum Desert Trail verfasst. Offenbar waren die „Survivors“ aber ziemlich frustriert, nachdem die Nominierung ihres Wegs für einen „National Scenic Trail“ gescheitert war. Die komplette Route ist etwa 2400 Kilometer lang, wobei gerade auf den langen weglosen Abschnitten in der Realität erheblich mehr Kilometer zusammen kommen. Die tatsächlich gelaufene Strecke von Mexico nach Oregon ist wahrscheinlich sehr viel länger…