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23.12.2025

Süd-Utah 8 Kanab- Cedar City

 


               8 Tage, 218 Kilometer, 5602 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Auf dem letzten Abschnitt unserer großen Wanderung durch Süd- Utah, müssen wir uns durch dichten Bewuchs am Kanab Creek quälen. Im Peekaboo Canyon wandern wir zwischen sehr eng beieinander stehenden Wänden. Als wir den East Fork des Virgin Rivers unzählige Male durchqueren müssen, verlassen wir schließlich den Canyon und gelangen dann auf einer abgelegenen Route in den Zion Nationalpark, wo wir den East Rim Trail laufen. Der Orderville Canyon wartet mit einer für uns unüberwindlichen Stufe auf, weshalb wir uns zurückziehen müssen, und dann teilweise durch Privatland direkt bis nach Cedar City laufen, wo nicht nur unsere Tour durch die fantastische Landschaft Utahs endet, sondern auch die 10 Monate Wanderschaft, die wir in diesem Jahr erleben durften, an ihr Ende gekommen sind. 

22.12.2025

Süd-Utah 7 Bryce Canyon Village-Kanab

 


               6 Tage, 143 Kilometer, 3233 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Als wir Bryce Canyon verlassen, liegt Nebel über der bizarren Felsenlandschaft, was der Szenerie in dieser eigentlich sonnigen Gegend eine ungewöhnliche Note verleiht. Wir wandern dann durch eine einsame Landschaft unterhalb der Steilkante des Paunsagunt Plateaus. Offene Flächen, lichter Kiefernwald mit majestätischen Bäumen und alte Waldbrandflächen voller gelb verfärbter Eichen wechseln sich ab. Außerhalb des Nationalparks ist der Pfad stellenweise ziemlich zugewachsen, aber noch begehbar. Wir laufen dann größtenteils auf Fahrspuren weiter, bevor es weglos zum Cutler Point, mit seinem riesigen, gelben Felsüberhang geht. Am nächsten Tag erreichen wir Kanab, eine ruhige Kleinstadt, die der größte Ort weit und breit ist. 

21.12.2025

Süd-Utah 6 Tropic-Bryce Canyon Village

 


               3 Tage, 38 Kilometer, 1245 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Auf dieser kurzen Etappe erkunden wir ausgiebig den Bryce Canyon Nationalpark, da wir uns anschließend für zwei Nächte in einem Hotel einmieten, wo wir gemütlich eine Schlechtwetterfront aussitzen.

20.12.2025

Süd-Utah 5 Escalante-Tropic

 


                    5 Tage, 108 km, 2715 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Von Escalante folgen wir dem Alvey Wash ins Kaiparowits Plateau, einem Teil des 10.000 Quadratkilometer großen Grand Staircase-Escalante Nationalmonuments. In einem Seitencanyon stetig höher steigend verändert sich die Landschaft und am Canaan Peak sind wir in hohem Nadelwald. Am nächsten Tag geht es zunächst ein Stück abwärts, bis wir am Powell Point, der die ganze Gegend weit überragt, bis auf 3150 Meter Höhe gelangen. Hier oben tragen die Zitterpappeln bereits keine Blätter mehr, es ist windig und kalt. Dafür können wir am nächsten strahlend klaren Morgen die ganze Palette der leuchtenden Herbstfarben erleben. Schließlich gelangen wir über den Henderson Canyon abwärts nach Tropic, wo wir uns für den nächsten Abschnitt durch den Bryce Canyon Nationalpark neu verpflegen. 

19.12.2025

Süd-Utah 4 Boulder-Escalante

 


               3 Tage, 30 Kilometer, 906 Höhenmeter Aufstieg


Zusammenfassung


Auf der kurzen Etappe von Boulder nach Escalante, folgen wir dem Mailtrail, der allerdings meistens kein wirklicher Weg, sondern eine mit Steinen markierte Route über die nackten, grauen Felsen ist. Der Death Hollow Canyon entpuppt sich als wirklich spektakulär, zwischen steilen Wänden gelegen, fließt ein rauschender Bach durch die üppige Vegetation am Talboden. Da wir genug Zeit haben, bleibt Raum für Erkundungsstreifzüge und auch Kaffeepausen, Kochen und Relaxen kommen nicht zu kurz. 

18.12.2025

Süd-Utah 3 Hanksville-Boulder

 


               7 Tage, 162 Kilometer, 4658 Höhenmeter Aufstieg


                                        Zusammenfassung


Von Hanksville trampen wir zurück zu unserer Route und wandern dann am Rand der 3500 Meter hohen Henry Mountains entlang. Ein kompliziertes Cross Country Stück führt uns dann in den Swap Canyon, dem wir bis in die Senke des Waterpocket Fold im Capitol Reef Nationalpark folgen. Der Upper Muley Twist Canyon, bzw. die Wanderung auf seinem Rand, mit tollen Ausblicken über die zerklüfteten roten und weißen Felsen, stellt einen weiteren Höhepunkt unserer Süd-Utah Traverse dar. Auf Fahrspuren laufen wir anschließend über ein Plateau und steigen dann über den Stair Canyon in höhergelegene Bereiche mit Wäldern aus Ponderosa Kiefern und der herbstlichen Farbenpracht am Boulder Mountain. Schließlich erreichen wir den kleinen Ort Boulder, wo wir uns neu verpflegen. 

17.12.2025

Süd-Utah 2 Needles Outpost-Hanksville






           5 Tage, 143 Kilometer, 2659 Höhenmeter Aufstieg




Zusammenfassung


Auf diesem Abschnitt durchqueren wir zunächst den Needles District des Canyonlands Nationalparks und gelangen an den Colorado. Hier haben wir viel Glück: Vanessa, eine Frau die mit ihrem Packraft Green River und Colorado komplett befahren will, setzt uns nacheinander auf dem gegenüberliegenden Ufer ab. Weiter geht es durch das spektakuläre Felslabyrinth des Maze District, wo wir ein paar nicht ganz einfache Klettereinlagen bewältigen. Schließlich folgen wir einige Kilometer weit Fahrspuren auf einer Hochfläche und steigen dann in den Happy Canyon ab, der uns zum Dirty Devil River führt. Ein Stück weit laufen wir hoch über dem Fluss und wandern dann in den Poison Spring Canyon, wo wir Petroglyphen bewundern. Schließlich erreichen wir die Straße 95 und trampen 27 Kilometer weit nach Hanksville, wo wir uns für den nächsten Abschnitt mit Essen eindecken. 

16.12.2025

Süd-Utah 1 Moab-Needles Outpost

 


                    Süd-Utah gesamt: 44 Tage, 933 Kilometer

Moab- Needles Outpost: 5 Tage, 92 Kilometer, 2662 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Von Salt Lake City fahren wir mit dem Bus nach Moab, wo wir unsere Wanderung durch Süd-Utah beginnen. Für Anke und mich ist die Canyonlandschaft hier eines der schönsten Wanderziele überhaupt, daher sind wir gespannt was uns erwartet. Das letzte Mal war ich 2009 in der Gegend, als ich den fantastischen Hayduke Trail gelaufen bin. Anke ist diese Route ebenfalls gelaufen, als Teil ihrer großen USA Süd-Norddurchquerung 2019. 

Diesmal wollen wir soweit es geht, Neuland für uns beide betreten. Mittlerweile gibt es etliche Hayduke Varianten. Außerdem ist die Internetseite Across Utah eine wahre Fundgrube. Aus diesen Quellen und ergänzt durch eigene Planung haben wir uns eine eigene Route gebastelt, die uns grob von Moab zum Zion Nationalpark führen soll.

Schon am ersten Tag geht es hinter Moab in der Behind the Rocks Wilderness durch atemberaubende, aber auch schwierig zu durchquerende Canyonlandschaften. Da es in den nächsten Tagen häufig gewittert, haben wir kein Wasserproblem, eher das Gegenteil ist der Fall. 

Ein steiler felsiger Abstieg über 250 Höhenmeter führt uns dann in das Tal des Kane Creek, von wo wir zu einer Hochebene aufsteigen, wo wir im Schutz unserer Zeltplane ein Gewitter überstehen, das Neuschnee auf die nahen La Sal Mountains geschüttet hat. 

Ein weiterer, steiler Klippenabstieg führt uns dann vom Hatch Point in das Lockhart Basin. Hier steigen wir zum Rustler Canyon ab, der uns zum fließenden Indian Creek bringt. Welch ein Gegensatz zu 2009, als es hier nur einige Wasserlöcher gab! Schließlich erreichen wir über eine Ebene die Needles Outpost, wo wir von der Besitzerin freundlich empfangen werden, die uns das Verpflegungspaket übergibt, das wir von Pinedale dorthin geschickt hatten. 

15.12.2025

Der Uinta Highline Trail

 


                7 Tage, 172 Kilometer, 5418 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Nach unserer großen Wanderung auf der Greater Yellowstone Route, nehmen wir uns etwas kürzeres vor: Den Uinta Highline Trail. Das ist ein etablierter Wanderweg, der dem Kamm der Uinta Mountains in Utah von Osten nach Westen über etwa 170 Kilometer folgt. Zwar läuft man hier auch durch weite Wälder, die teilweise stark von Waldbränden geprägt sind, oft ist man aber auch oberhalb der Baumgrenze. Die Berge wirken eher abgerundet, vor allem im Vergleich zur Wind River Range wo wir vorher waren. Die weiten Täler und Bergrücken können einen  manchmal denken lassen, irgendwo in Alaska oder Nordkanada zu sein. Während hier im Sommer wahrscheinlich recht viele Leute unterwegs sind, haben wir die Berge jetzt, Anfang September fast für uns alleine, abgesehen von einigen Bogenjägern die wir treffen. 

08.12.2013

Durch Wüsten und Canyons des Colorado Plateaus 8

Nachdem ich einige Riegel aus meinem Fundus gefrühstückt habe, bin ich bereits um 7.45 zur Öffnung der BLM Station vor Ort. Nach meinem Permit hätte ich schon gestern loslaufen müssen, aber diese Verspätung um einen Tag stellt kein Problem dar.
Der Ranger rüstet mich mit Müllsäcken aus, in denen auch die menschlichen Ausscheidungen aus den Schluchten transportiert werden sollen und eröffnet mir die Wettervorhersage.
Diese ist extrem wichtig, da es vor allem in den 19 Kilometern Länge von Buckskin Gulch fast keine Ausstiegsmöglichkeit gibt und dort von einer Flashflood überrascht zu werden fatal wäre…

06.12.2013

Durch Wüsten und Canyons des Colorado Plateaus 7

Nachdem es ja schon gestern Nachmittag ziemlich frisch war, ist es kein großes Wunder, das es in der Nacht gefroren hat. Leider habe ich kein Thermometer dabei, aber es sind sicher einige Grade unter 0.
Nachdem wir im Bryce Resort gut gefrühstückt haben setzen meine neuen Bekannten und ich uns in Gang.
Am Eingang zum Nationalpark muss ich keinen Eintritt bezahlen, da die Beiden einen Nationalparkpass haben, mit dem sie nach Belieben Parks ansteuern können.
Wir fahren zum Besucherzentrum, da ich mir dort noch ein für Übernachtungen im Park obligatorisches Backcountry Permit besorgen muss. Es kostet 5 Dollar für die eine Übernachtung die ich innerhalb der Parkgrenzen geplant habe.
Die junge Rangerin gibt mir bereitwillig Auskunft zu meinen Fragen, aber als sie mir erklärt, dass alle Bäche die als blaue Linien in der Karte eingezeichnet sind auch tatsächlich Wasser führen, kann ich das kaum glauben. Mal schauen!
Nachdem wir uns im Visitor Center ein wenig umgeschaut haben, fahren wir weiter zum Sunset Point, wo ich meine Wanderung beginnen möchte.
Hier bricht das auf etwa 3000 Metern Höhe gelegene Paunsagunt Plateau steil ab. Dieses ist die oberste Stufe des Grand Staircase, das ich ja nun schon ausgiebig erkundet habe.
Unter uns erstreckt sich eine Wunderwelt aus von der Erosion geformten, bizarren farbigen Felsen.


05.12.2013

Durch Wüsten und Canyons des Colorado Plateaus 6

Schon um halb acht holt Mike mich ab, der mir freundlicherweise einen lift bis zum Anfang der Hole-in- the- Rock Road gewährt. Kurz danach nehmen mich zwei Damen, die ich bei den Outfitters getroffen hatte weiter mit. In Escalante findet zur Zeit ein Musikfestival statt und Teil des Programms ist auch die atemberaubende Landschaft um den Ort darzustellen. Um zu malen fahren die beiden Frauen bis Devils Garden wo ich mich dann wieder an die Straße stelle.
Als bald darauf ein Wagen mit einem Ranger des Grand- Staircase Escalante Nationalmonuments auftaucht, habe ich ein etwas unangenehmes Gefühl:
Um im Nationalmonument mehrtägige Wanderungen durchzuführen, benötigt man eigentlich ein Permit. Dieses ist zwar kostenlos, aber da gestern Abend das Besucherzentrum bereits geschlossen war und heute Morgen noch nicht geöffnet, bin ich ohne das benötigte Papier losgezogen…
Der Ranger hält und bietet mir an einzusteigen obwohl das Mitnehmen von Anhaltern ihm eigentlich nicht gestattet ist. Sofort merke ich, dass er locker drauf ist und selber gerne alle möglichen Arten von Outdoorsport betreibt. Er ist erst seit einigen Monaten hier in Escalante und hat vorher in Alaska gearbeitet. Als ich ihm von meinem Packraft erzähle ist er gleich Feuer und Flamme.
Während er am Dry Forks Trailhead Müll aufliest gibt er mir das Formular für das Permit…Das ich versäumt habe mir das Papier in Escalante zu besorgen stellt für ihn kein Problem dar!
Schon wieder habe ich einen äußerst netten, großzügigen Amerikaner getroffen. Die Meinung von vielen Deutschen über die Angehörigen dieses Staates ist ja ziemlich schlecht und stimmt überhaupt nicht mit meinen Erfahrungen überein.
Kurz nachdem wir die Stelle passiert haben, an der ich gestern die Straße erreichte, biegen wir in eine Piste ein, die in Richtung des Plateaus führt. Der nette Ranger macht diesen Umweg um mir die ersten 5 langweiligen Pistenkilometer zu ersparen!
Als wir Fiftymile Bench erreichen, habe ich so immerhin schon ein gutes Stück des Anstiegs auf das Kaiparowits Plateau hinter mir.
Zunächst verläuft der Weg noch ein Stück weit als auch von Fahrzeugen befahrbare Piste um dann in den Middle Pack Trail, eine wohl ursprünglich hauptsächlich von Cowboys benutze Route zu den Weidegründen des Plateaus überzugehen.

                                                Aufstieg zum Kaiparowits Plateau

04.12.2013

Durch Wüsten und Canyons des Colorado Plateaus 5

Ich lasse es mir nicht nehmen, ein üppiges Frühstück mit Rührei und Speck in der Boulder Mountain Lodge einzunehmen. Frisch gestärkt mache ich mich dann daran, eine Mitfahrgelegenheit zu finden. Und tatsächlich, das erste Auto, das vorbei kommt, nimmt mich mit. Die junge Frau hat ihr kleines Kind dabei und wirkt wie ein toughes Cowgirl. Und tatsächlich, sie veranstaltet Pferdetouren für Touristen.
Leider nimmt sie mich nur ein paar Meilen mit bis zum Abzweig zu ihrer Ranch. Danach kommt eine ganze Weile mehr kein Auto auf dem Burr Trail. Ich habe keine Lust nur rumzustehen, daher gehe ich etwa zwei Kilometer bis zu einem Zeltplatz. Die Umgebung von Boulder ist wunderschön, und ich kann gut verstehen warum man hier Urlaub macht. Der Zeltplatz liegt idyllisch unter hohen Pappeln an einem Bach. Zunächst scheint mir, dass niemand auf dem Platz ist, aber dann taucht ein junger Amerikaner auf, der soeben aufgestanden ist und mir erklärt, dass er hier lebt. Zwar muss er theoretisch Geld für seinen Aufenthalt in eine Box stecken, aber ich habe das Gefühl, dass hier nur selten kontrolliert wird. Der Amerikaner lädt mich ein mit ihm zu frühstücken, aber mein Bauch ist ziemlich voll, und ich möchte auch keine potentielle Mitfahrgelegenheit verpassen.
Ich stehe über eine Stunde, in der drei Autos vorbei fahren, mich jedoch nicht mitnehmen. Dann habe ich wieder Glück. Ein älteres Ehepaar aus Minnesota hatte mit mir in der Boulder Mountain Lodge gefrühstückt. Ich hatte mitbekommen, dass sie den Burr Trail fahren wollen, daher hatte ich sie nach einer Mitfahrgelegenheit gefragt. Die Beiden sind stark an meiner Wanderung interessiert, daher unterhalten wir uns während der Fahrt sehr gut miteinander. Gleichzeitig bewundern wir die fantastische farbenfrohe Landschaft des Waterpocket Fold.
Kurz nach 11 errreichen wir den Lower Muley Twist Canyon unweit von der Stelle wo ich gestern am Burr Trail angekommen war.

                             Lift zum Start meiner nächsten Etappe

02.12.2013

Durch Wüsten und Canyons des Colorado Plateaus 4

Da ich bisher mehr Zeit benötigt habe als ich dachte, und der Termin für mein Paria Canyon/ Buckskin Gulch Permit bereits feststeht, beschließe ich den nächsten Abschnitt des Hayduke Trails von Hite zum Poison Spring Canyon auszulassen und statt dessen als nächstes die Überquerung der Henry Mountains anzugehen.
Da die Straße durch Monticello eine einzige Baustelle ist, muss ich zunächst einmal zum Ende der Stadt laufen, bis ich an eine geeignete Stelle zum Trampen komme.
Monticello liegt am Fuß der fast 3500 Meter hohen Abajo Mountains, daher ist es hier recht frisch und ich ziehe einen Fleecepullover über.
Nachdem ich etwas eine halbe Stunde gewartet habe, hält ein alter Mann und nimmt mich mit. Er will seinen Bruder abholen um mit ihm eine Quad Tour durch die Berge zu unternehmen. Die soll lediglich zur Vorbereitung einer Ausfahrt ihres Clubs dienen.
Mir sind zwar donnernde Motoren in der Wildnis ein Graus, aber natürlich gebe ich dazu keinen entsprechenden Kommentar ab…
Sein Bruder, den wir in Blanding abholen, ist ebenfalls schlank und fit. Ok , das liegt vielleicht daran, dass die Beiden noch nicht zur Fastfood- Zeit aufgewachsen sind.
An der Tankstelle außerhalb von Blanding wo sie mich absetzen, dauert es keine 5 Minuten bis ein großer Van mit Boot im Schlepptau hält. Es handelt sich um eine Mormonenfamilie mit ihren 4 Kindern, die eine Tour mit ihrem Boot auf dem Lake Powell unternehmen wollen. Zwar sollte man meinen, dass ein Immobilienmakler durch die zur Zeit herrschende Krise schwer gebeutelt ist, aber die ganze Familie strahlt den typisch amerikanischen Optimismus aus.
Voller Stolz erzählen sie davon, wie 1846 die ersten mormonischen Pioniere in mühsamen Planwagentrecks aus dem Osten hierher kamen.
Da sie wegen ihrer Religion von ihren Mitmenschen schwer unter Druck gesetzt wurden, entschlossen sie sich irgendwann im Wilden Westen ihr Glück zu suchen und fanden in Utah ihr „Gelobtes Land“
Bei Halls Junction habe ich wieder Glück, ein Bulli hält und schon sitze ich neben einem sympathischen professionellen Landschaftsfotografen, der in New Mexico sogar eine Galerie besitzt!
Häufig besucht er das Coloradoplateau um zu fotografieren, besonders der Capitol Reef Nationalpark hat es ihm angetan. Diesen werde ich auch demnächst kennen lernen, daher bin ich umso mehr gespannt.
Am Lake Powell vorbei geht es immer weiter durch die endlosen roten Einöden.
Ich kann es gar nicht richtig fassen, dass ich durch diese Landschaften wandere.
Schließlich erreichen wir den Startpunkt für meine nächste Etappe. Ich lasse meinen Rucksack am Straßenrand zurück um die Aufschrift auf einem Schild zu lesen, dass auf den Poison Springs Canyon hinweist.
Mich durchfährt ein wilder Schreck, als ich sehe, wie mein „Chauffeur“ über meinen Rucksack fährt!

27.11.2013

Durch Wüsten und Canyons des Colorado Plateaus 3

Noch vor Sonnenaufgang bin ich wieder unterwegs, zunächst wieder querfeldein über die weite Ebene am Salt Creek. Der Bewuchs ist stellenweise erstaunlich dicht.
Die Felsmassive der Umgebung erstrahlen im sanften Morgenlicht.


26.11.2013

Durch Wüsten und Canyons des Colorado Plateaus 2

Diese zweite Möglichkeit besteht nämlich darin, über das Plateau zur Piste zurückzukehren, und diese dann mit einem riesigen Umweg bis zum Oberlauf des Lockhart Canyon zu laufen. Wenn ich Lockhart Canyon erreicht habe, würde ich dann versuchen, die in einem Seitencanyon versteckte Quelle zu finden. Da mir auch gestern kein Fahrzeug auf der Piste begegnet ist, halte ich es für sehr unwahrscheinlich heute einem Menschen zu begegnen.
Bei Temperaturen die sicher um 40 Grad liegen, ist man sehr schnell dehydriert, wie ich vorgestern am Colorado festgestellt habe. Und zwei Liter Wasser sind bei diesen Temperaturen schnell getrunken…
Der Entschluss zur Piste zurückzukehren ist schnell gefasst. Es bleibt auch keine Zeit zu verlieren, da die Hitze immer gnadenloser wird. Jetzt Anfang September sind die Temperaturen einfach noch zu hoch. Kein Wunder dass fast alle Hayduke Wanderer den Weg im kühleren Frühjahr begehen.

                                                      Zurück auf dem Plateau

25.11.2013

Durch Wüsten und Canyons des Colorado Plateaus 1

Vorbereitungen

Meine Yukon- Tour im Jahr 2008 war ein schönes, aber nass- kaltes Vergnügen.
Daher suche ich für 2009 eine Gegend die deutlich wärmer und trockener ist.
Ohne bereits ein konkretes Ziel vor Augen zu haben, entdecke ich eines Tages im Internet eine Seite, die Fernwanderwege in den USA auflistet. Einer der Trails fesselt mich sofort: Dieser sogenannte „Hayduke Trail“ führt über mehr als 1000 Kilometer durch den Süden Utahs und die Grand Canyon Region Arizonas. Abenteuergeist und Fantasie entflammen, als ich lese, dass es sich dabei keineswegs um einen markierten Wanderweg handelt, sondern lediglich um eine imaginäre Route, die viele der größten Naturschönheiten der Region miteinander verbindet. Ein Großteil der Strecke muss weglos zurück gelegt werden, wobei häufig in Schluchten gewandert wird.
Die Idee ist geboren, aber vor der Umsetzung muss noch eine ganze Reihe von Problemen gelöst werden….