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03.12.2025

Peru 4 Cordillera Blanca 2

 



            9 Tage, 114 Kilometer, 6658 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Da uns nach meiner Krankheit die Zeit davon läuft, beschließen wir als nächste Etappe in der Cordillera Blanca Start und Ziel nach Huaraz zu legen. Wir beginnen unsere Wanderung auf lediglich 3500 Meter Höhe und überqueren schon am zweiten Morgen den 5000 Meter hohen Paso del Zorro, wo der nächtliche Frost die Felsblöcke mit einer Eisschicht überzogen hat, die das Vorankommen erheblich erschwert. Wir steigen zur tintenblauen Laguna Mullaca ab und gelangen schließlich ins Akillpo Tal, dessen knorriger Quenual Wald ein Traum für jeden Naturliebhaber ist. Anschließend überqueren wir den 5040 Meter hohen Urus Pass, steigen ins Tal ab und nehmen am nächsten Tag den Ishinca Pass in Angriff, mit 5201 Metern der höchste Punkt der Cordillera Blanca Traverse. An der fantastisch grünen Laguna Cojup vorbei steigen wir ins Tal ab um dann steil und felsig zum Choco/ Huapi Pass auf 5073 Meter aufzusteigen. Ein langer Abstieg führt uns in das flache, grüne Quilcayhuanca Tal, wo wir einige Wanderer treffen. Am nächsten Tag geht es dann an der giftgrünen Laguna Shallap vorbei auf den Shallap Pass. An der Laguna Huamash Punta genießen wir dann noch einmal ein fantastisches Lager im Angesicht der rumpelnden Gletscher, bevor wir am nächsten Tag tiefer gelegenes, flacheres Terrain erreichen und schließlich nach Huaraz zurück gelangen. 

02.12.2025

Peru 3 Cordillera Blanca 1

 


            8 Tage, 124 Kilometer, 7663 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Von Cusco fahren wir per Bus nach Huaraz, einer Stadt am Rand der Cordillera Blanca, im Norden Perus. Wir haben vor, diese am stärksten vergletscherte Gebirgskette der Tropen von Norden nach Süden zu durchqueren. Dabei wollen wir kürzere Abschnitte auf bekannten Trails, wie dem Alpamayo Circuit oder dem Santa Cruz Trail laufen. Größtenteils orientieren wir uns aber an einer Route, die Cam Honan auf seiner Hiking Life Seite beschrieben hat. 

Auf diesem Abschnitt folgen wir fast immer mehr oder weniger deutlichen Wegen und berühren sogar zwei Siedlungen. Die Landschaft mit ihren schneebedeckten, hohen Bergen und grünen Tälern ist sehr eindrucksvoll und wir treffen kaum andere Wanderer. Leider erkranke ich an Giardia, mit ziemlich üblem Durchfall und Erbrechen, daher beenden wir diesen Abschnitt vorzeitig in Chacas, wo ich mich dank Flagyl schnell erhole. 

01.12.2025

Peru 2 Cordillera Vilcanota

 


                7 Tage, 109 Kilometer, 5262 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Zum Start unserer zweiten Wanderung in Peru fahren wir mit dem Bus von Cusco nach Tinki und dann weiter zum Dörfchen Upis, von wo wir loslaufen und in der Nähe einer heißen Quelle campen. Zunächst folgen wir der Route des bekannten Ausangate Trails über den 4930 Meter hohen Abra Apachita, von dem wir wunderbare Aussichten auf das 6384 Meter hohe Ausangatemassiv erhalten. Besonders faszinieren uns hier die karminroten Gesteinsschichten. 

Weniger gefällt uns, dass Leute im nächsten Tal eine Art kommunale Eintrittsgebühr von uns verlangen. Ein Vorgang der sich noch einmal wiederholen sollte…

Wir überqueren den Abra Huasacocha auf 4996 Meter und schlagen unterhalb unser Lager auf. Am nächsten Morgen wollen wir einen Abstecher zum berühmten Rainbow Mountain unternehmen, aber als ein Mann aus dem Nebel auftaucht und auch dafür kassieren will, machen wir auf dem Absatz kehrt, zumal er erzählt, dass man für das „Rote Tal“ noch einmal bezahlen muss…

Wir wandern ein Stück zurück und wandern über den 

Abra Paloman auf 5095 Meter Höhe. In der Nähe eines Sees schlagen wir unser Lager mit schöner Aussicht auf Ausangate und Mariposa auf. Nach einer frostigen Nacht steigen wir in ein breites Tal ab und verlassen den Ausangate Trail. Weglos steigen wir in einem weiten Hochtal voller Vicuñas hoch zu einem felsigen Grat auf 5200 Meter Höhe auf. Der Pass den wir eigentlich nehmen wollen, ist schneebedeckt und sehr steil, daher wählen wir eine andere Route. Im nächsten Lager auf 5000 Meter Höhe, fällt die Temperatur nachts auf wahrscheinlich um die 10 Grad Minus ab. Über drei Pässe erreichen wir dann ein extrem malerisches Hochtal, dass uns zu der strahlend blauen, riesigen Laguna Sibinacocha führt. Der Anstieg zum nächsten Pass auf 5375 Meter Höhe, wohl der höchste Punkt auf dieser Reise, ist langsam und nicht einfach, durch Moränengelände am Rand eines zerklüfteten Gletschers. Eine Zeit lang folgen wir einem steinigen Grat. Von hier steigen wir ins Tal der  Laguna Huaruricocha, sowie weiterer Seen ab. Wir passieren eine Art Minencamp und schließlich geht es durch schwieriges Blockgelände wieder hoch bis auf 5000 Meter, von wo wir lange absteigen. Schließlich geht ein weiterer fantastischer Wandertag zu Ende und hier auf 4600 Meter Höhe wird die Nacht milder, obwohl es auch friert. 

Am nächsten Morgen steigen wir entlang der großen, grünen Laguna Sigrenacocha weiter ab und erreichen die Straße nach Puerrto Maldonado, auf der wir zurück nach Cusco trampen.

26.11.2025

Peru 1 Durch die Cordillera Villcabamba

 


            17 Tage, 236 Kilometer, 19376 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Von Bolivien fahren wir per Bus nach Cuzco in Peru, die Basis für unsere nächsten beiden Touren. Zunächst geht es in die Cordillera Villcabamba, wo wir am Ende des bekannten Salkantay Treks bei Hidroelectrica starten. Anstatt diesem Weg zu folgen, versuchen wir im Bergregenwald des Ahobamba diesem Tal aufwärts zu folgen, müssen aber schließlich an einem nur unter Lebensgefahr zu passierendem Erdrutsch aufgeben. Daher folgen wir dann dem Salkantay Trek, wo wir die Massentourismus- Variante des Wanderns kennenlernen. Allerdings verlassen wir den ausgetretenen Weg irgendwann und folgen einer eigenen, schönen Runde über den 4950 Meter hohen Inka Chiriasca Pass, von wo wir herrliche Aussichten auf den 6271 Meter hohen Eisriesen Salkantay erhalten. 

Der zweite Teil unserer Wanderung startet dann in Sahayuaco im Tal des Rio Santa Teresa. Auf Kuhpfaden steigen wir durch den Bergregenwald wieder auf und überqueren dann, bei meist ziemlich schlechtem Wetter einige Pässe, was sich auf dieser abgelegenen Route teilweise als ziemlich schwierig entpuppt. In Yanama oberhalb des Rio Otiyoc verpflegen wir uns neu und folgen dann einer Wanderroute zu der fantastisch hoch über dem Rio Apurimac gelegenen, nur zu Fuß erreichbaren Inkastadt Choquequirao, wo wir zwar etliche Touristen treffen, aber nicht die Massen, die man aus Macchu Picchu kennt. Zum Abschluss durchqueren wir das Apurimac Tal, und beenden diese Wanderung in Capuliyac, von wo uns ein Minibus zurück nach Cusco mitnimmt.