Nach der Okavango Geschichte hier nun eine weitere Story von meiner großen Afrikareise 1990/1991. Leider habe ich keine Bilder aber ich hoffe, das Lesen lohnt sich trotzdem!
Wanderung durch die Massaisteppe
Als wir Kibaya erreichen, erzählt mir der Fahrer, dass hier ein Deutscher wohnt. Er spricht nur Kisuaheli, daher erfahre ich nichts Genaueres. Trotzdem beschließe ich den Mann zu suchen, denn ich verspreche mir von ihm Informationen über die Massai.
Die Bewohner des Ortes helfen mir das Haus des Deutschen zu finden. Sein Garten wird von einem schwarzen Schäferhund bewacht. Das Tier ist an einem Baum festgekettet. Obwohl der Hund laut bellt, kommt niemand aus dem Haus. Ich warte einige Zeit und will dann in sicherer Entfernung am Wachhund vorbei zum Eingang des Hauses gehen. Kaum habe ich die Gartentür hinter mir geschlossen, beginnt der Hund wie wild an der Kette zu zerren. Plötzlich reißt er sich los, rennt auf mich zu und steht dann knurrend vor mir. Ich rechne mit einem Angriff, habe aber Glück, ein Mann kommt aus dem Haus und ruft den Hund zurück. Mir steckt der Schreck tief in den Knochen, doch der freundliche evangelische Pastor Riemer bittet mich gleich ins Haus.