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27.01.2020
Auf dem Grand Enchantment Trail durch New Mexico 25
Coney Canyon am Mineral Creek entpuppt sich als unerwartetes Paradies, mit rötlichen Felsen und einer engen Schlucht, in der ein Bach plätschernde Kaskaden formt!
26.01.2020
Auf dem Grand Enchantment Trail durch New Mexico 24
Heute verlasse ich die Berge der 1750 qkm großen Gila Wilderness, die leider 2012 von einem riesigen Waldbrand verwüstet wurden.
Trotz Wind und Kühle auf über 3090 Meter schlafe ich gut.
Als es kurz vor 7 Uhr hell wird, laufe ich auf dem Crest Trail weiter.
Das Wetter kann sich noch nicht richtig zwischen Wolken und Sonne entscheiden, aber zumindest bleibt es trocken. Es geht weiter durch das endlose, monotone, dicht bewachsene Waldbrandgebiet mit den unzähligen grauen Baumleichen.
Am Hummingbird Saddle stehen zwei große Zelte und ein Schild weist darauf hin, dass am Whitewater Creek die nicht heimischen Fische durch ein Pestizid getötet werden sollen.
Es geht fast stetig bergab und ein Schild weist dann auf die Bead Spring hin.
Ich muss ein Stück weglos durch das Brandgebiet und erreiche dann die sprudelnde Quelle die bald zu einem Bach wird, und fülle meine Wasserflasche auf.
Gegen 11 verlasse ich vor dem Sandy Point die Gila Wilderness. Hier an der Bursum Road stehen etliche Pick- ups des Fish and Game Service, sowie ein Zelt. Außerdem gibt es ein Klohaus. Wahrscheinlich sind das alles Teilnehmer der Fischvergiftungsoperation.
Ein Stück weiter mache ich meine Mittagsrast, jetzt in der warmen Sonne, mit schließlich getrockneten Socken.
Als ich wieder aufbreche, hält der Jagdführer Lance bei mir und wir unterhalten uns eine ganze Weile:
Bevor er Hunting Guide wurde, pflegte er die Wege in der Wilderness mit einer Mannschaft, dabei ist in den Wilderness Areas jeder Motoreneinsatz verboten, es wird also mit Pferden, Säge und Axt gearbeitet!
Heute ist er bei einem Jagdunternehmen angestellt und ist mit Kunden auf eigenen Pfaden in der Gila Wilderness unterwegs, oft mit Bogenjägern. Diese Art der Jagd ist auf dem Vormarsch, unter anderem weil es leichter ist eine Lizenz zu erhalten und die Jagdzeiten günstiger liegen,
Seine Klnder jagen auch schon seit sehr jungen Jahren, in New Mexico gibt es keine Altersbegrenzung.
Pumas hat er schon öfter gesehen und bei dieser Jagd hat er auch Wölfe gehört.
Er erzählt, dass bei den Giftaktionen auch die heimischen Gila Forellen getötet werden und der Bach anschließend mit in Gefangenschaft aufgezogenen Fischen neu besetzt wird.
Lange Zeit wurde hier jedes Feuer unterdrückt und 2012 kam es dann zu dem Großbrand.
Lance ist ein sympathischer, uriger Typ, mit dem ich mich noch ewig hätte unterhalten können.
Schließlich setze ich meinen Weg die Bursum Road abwärts fort. Es ist zwar nicht besonders spannend auf der Schotterstraße zu laufen aber immerhin gelange ich irgendwann aus dem Waldbrandgebiet. Ich fotografiere Eich- und Streifenhörnchen, sehe 8 Truthähne und einen Maultierhirsch. Lange Zeit folge ich einem Bachtal abwärts.
Gegen 16:30 verlasse ich die Piste und biege auf den Log Canyon Trail ab, der gut verfolgbar durch Ponderosa und Wacholderwald führt. Ich treffe ein Paar mit zwei Hunden, die eine Tageswanderung machen und sehe eine Hirschkuh mit hochgestelltem weißen Wedel abgehen.
Schließlich geht es abwärts in die Schlucht des Mineral Creek, wo ich schon rostrote Steilwände aufragen sehe.
Gegen 17:30 schlage ich nach 27 Kilometern im Tal zwischen Tannen, Kiefern, großen Pappeln und anderen Laubbäumen mein Lager auf etwa 1800 Meter auf.
In der Dämmerung sitze ich noch kurz am Fluss, aber kein Tier kommt vorbei.
Sonnenaufgang im Waldbrandgebiet
Lager des Fish and Wildlife Service
Gifteinsatz
Der Waldbrand 2012 war verheerend
Herbstfarben
Die Sonne kommt!
Gila Wilderness
Jagdführer Lance
Bursum Road
Log Canyon Trail
Tageswanderer
Zum Mineral Creek
Lager im Bachtal
25.01.2020
Auf dem Grand Enchantment Trail durch New Mexico 23
Als ich zum Kamm der Mogollon Mountains aufsteige, erlebe ich einen der wenigen Tage ohne Sonne und blauen Himmel...
24.01.2020
Auf dem Grand Enchantment Trail durch New Mexico 22
Gila Hot Springs- Alma
Der heutige Tag am West Fork des Gila River, ist ein weiterer Höhepunkt auf meiner GET- Wanderung. Und ich begegne der ersten Klapperschlange auf dieser Tour!
23.01.2020
Auf dem Grand Enchantment Trail durch New Mexico 21
Heute erreiche ich Gila Hot Springs, doch mache einige schöne Beobachtungen, von den ersten Koyoten dieser Tour bis zu einem Rudel Halsbandpekaris
Trotz des eigentlich guten Standorts ist mein Zelt morgens wieder nass von Tau...
Ich wandere die Schlucht weiter aufwärts und gelange schließlich auf eine Hochfläche, die tolle Blicke in die Umgebung erlaubt und mit weiten, offenen Grasflächen wieder einen anderen Landschaftstyp darstellt.
Einige Male höre ich Wapitihirsche und vernehme bei einer Pause das Bellen von Koyoten. Ich kann dann auch einen entfernt ausmachen, der aber mit zwei anderen die Flucht ergreift, als ich mich nähere. Dann kann ich noch einen hellen Greifvogel in einem Baum fotografieren. Ein wahres Paradies diese Mesa!
Ich sehe schon von weitem die ockerfarbenen Klippen des Middle Fork Gila, und folge dem Bach dann.
Beim Abstieg ins Tal piepst es plötzlich gewaltig vor mir- ich bin an zwei Präriehuhnhennen mit ihren Küken geraten! Die Mütter stellen sich flügellahm und versuchen mich wegzulocken, während die Kleinen in Deckung gehen. Nur eines versteckt sich nicht schnell genug und ich kann es noch fotografieren, bevor ich die Familien wieder in Ruhe lasse.
Erstmals sehe ich hier platanenähnliche Sykomoren, einen großen Königsfischer und riesige Kaulquappen im Bach schwimmen.
Sechs Mal muss ich das Gewässer barfuß durchwaten.
Gegen 10 erreiche ich die Lightfeather Hot Spring. Während ich meinen Quilt trockne, nehme ich ein Bad in dem wunderbar warmen Wasser.
Schließlich erreiche ich einen Parkplatz und das Besucherzentrum des Gila Cliff Dwellings National Monuments. Die kleine Ausstellung ist recht informativ und ich unterhalte mich etwas mit einem weißhaarigem Freiwilligen, der das Zentrum betreut und auf die Fragen der Besucher eingeht. Er weiß auch nicht, ob die kürbisähnlichen Früchte von gestern essbar sind.
Schließlich laufe ich etwa 6 Kilometer die Asphaltstraße entlang zu Doc Campbelll’s, einer Mischung aus Tankstellle und kleinem Einkaufsmarkt.
Ich kann meine Powerbank draußen laden, es gibt gutes Wifi, ich dusche, wasche Wäsche, esse Eis und Tortilla Chips. Während ich draußen an einem Tisch sitze, unterhalte ich mich mit einem Wanderer, der einen Teil des CDT läuft, und sehe den vier verschiedenen Kolibri Arten zu, die ständig drei Futterhäuschen mit Zuckerlösung anfliegen. Besonders gefallen mir Kolibris mit rubinroter Brust, die ich vorher noch nicht gesehen hatte.
Später unterhalte ich mich mit dem netten Paar, dass den Laden bewirtschaftet. Sie mögen Wanderer, im Mai würden schon mal 30 pro Tag vorbei kommen, fast ausschließlich CDT- Hiker.
Um die 300 Pakete mit Verpflegung nehmen sie an!
GET- Wanderer seien selten und von denen hat sie gehört, dass der GET schrecklich ist! Diese Aussage kann ich aber überhaupt nicht bestätigen…
Im Laden kann man weder Müsli noch Haferflocken oder Erdnüsse kaufen!
Immerhin gibt es eine Hikerbox aus der man sich bedienen kann. Darin sind Dinge, die andere Wanderer zurück gelassen haben.
Erst kurz vor 18 Uhr mache ich mich wieder auf den Weg. Es herrscht fast kein Verkehr auf der Straße. Dafür kann ich im krautigen Bewuchs des Tals unterhalb der Straße drei Mal Halsbandpekaris ausmachen, einmal wohl 20 Stück mit Jungen, dann ein Einzelnes und schließlich eine weitere, kleinere Gruppe ebenfalls mit Jungen, toll!
Um 18:45 schlage ich schließlich mein Ponchotarp oberhalb der Straße auf. Glücklicherweise geht das auch mit Wanderstock ohne Spitze!
Eine weite Plateaulandschaft
Ich beobachte entfernt Koyoten
Falke
Abstieg zum Middle Fork Gila
Sykomore
Middle Fork Gila
Große Kaulquappen
Lightfeather Hot Spring
Erinnerung an Aldo Leopold
Interessante Geschichte
Doc Campbell's
Halsbandpekaris
22.01.2020
Auf dem Grand Enchantment Trail durch New Mexico 20
Ein ganz besonderer Tag in der Gila Wilderness: Erst folge ich einem überraschend schönem, engen Canyon und gelange später in das Tal des Diamond Creek, einer dicht bewachsenen, wunderschönen Flussoase in der trockenen Landschaft.
20.01.2020
Auf dem Grand Enchantment Trail durch New Mexico 18
Während ich über den Kamm der Black Range wandere, tobt ringsherum ein Gewitter. Als die Sonne erscheint, bildet sich ein spektakulärer Regenbogen.
Sowohl morgens im Lager als auch später unterwegs höre ich einige Male das Pfeifen der Wapitihirsche. Um 6:45 breche ich auf und habe schon bald die Asphaltstraße 52 erreicht, an der ein Toilettenhäuschen steht. Heute folgt der CDT meist schmalen Pfaden und trifft nur selten auf einen Zaun. Zunächst geht es ziemlich eben durch alten Ponderosa Kiefern Wald mit grünen Gras darunter. Zwar sind alle Stämme von einem Waldbrand angekohlt, haben das aber überstanden.
Den ganzen Vormittag laufe ich durch eine trockene, etwas langweilige Kiefernwaldlandschaft.
Manchmal sehe ich einen Raben, Spechte, Meisen und Kleiber, sowie andere Kleinvögel.
Erst kurz vor der Forststrasse 226 tauchen die ersten Fichten und Tannen auf.
Ab 11 Uhr donnert es manchmal und ab und zu fallen einige Tropfen.
Nach der Trailmix- Pause wandere ich zunächst durch ein Tal mit majestätischen Ponderosa Kiefern, dann folge ich einige Zeit einer Forststrasse.
Schließlich führt mich der Caledonia Trail ins Tal des Chloride Creek, dann einen Nebenbach aufwärts. Dieser führt Wasser und führt durch ein sehr schönes Tal, in dem einige Kühe das Gras kurz halten. Ich bin kurz versucht schon zu lagern, will aber noch weiter kommen, solange es hier noch nicht gewittert.
Durch ein altes, von jungen Bäumen wieder bewachsenes Waldbrandgebiet steige ich steil auf zum Kamm der Black Range. Die Gegend ist deutlich felsiger und das Terrain steiler, als das heute Morgen durchquerte Gebiet.
Je höher ich komme, desto grandioser werden die Ausblicke.
Ich überquere die Grenze zur Aldo Leopold Wilderness.
Leopold war ein Förster mit deutschen Wurzeln, der maßgeblich zur Etablierung der Idee, dass Wildnis wichtig ist, beigetragen hat.
Der Kamm verläuft durch ein altes Waldbrandgebiet und bietet spektakuläre Ausblicke nach Osten, wo Gewitter wüten. Auch die San Mateo’s sind noch zu sehen.
Als ein prächtiger Regenbogen erscheint, kann ich mich kaum losreißen!
Aber es ist schon spät, ich habe nur einen Liter Wasser und der Kamm ist zu steil und windig zum Lagern.
Schließlich schlage ich mein Ponchotarp um 18:45 auf dem Trail in einer mit jungen Aspen bewachsenen Waldbrandfläche, die etwas Windschutz gewähren, auf ca. 2700 Meter Höhe auf.
Ich bin heute etwa 36 Kilometer gelaufen und habe keinen Menschen gesehen.
Der Abend auf dem Kamm der Black Range war ein echter Höhepunkt!
Voraus erscheint die Black Range
Abwechslungsreicher Ponderosa Wald
Nebenbach des Chloride Creek
Kühe weiden im Wald
Ein Gewitter kommt auf
Aldo Leopold Wilderness
Ringsum regnen sich Gewitter ab
Aldo Leopold Wilderness
Zum Kamm der Black Range
Spektakulärer Regenbogen
Das Gewitter zieht ab
Nur auf dem Trail ist genug Platz zum Lagern
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