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23.12.2025

Süd-Utah 8 Kanab- Cedar City

 


               8 Tage, 218 Kilometer, 5602 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Auf dem letzten Abschnitt unserer großen Wanderung durch Süd- Utah, müssen wir uns durch dichten Bewuchs am Kanab Creek quälen. Im Peekaboo Canyon wandern wir zwischen sehr eng beieinander stehenden Wänden. Als wir den East Fork des Virgin Rivers unzählige Male durchqueren müssen, verlassen wir schließlich den Canyon und gelangen dann auf einer abgelegenen Route in den Zion Nationalpark, wo wir den East Rim Trail laufen. Der Orderville Canyon wartet mit einer für uns unüberwindlichen Stufe auf, weshalb wir uns zurückziehen müssen, und dann teilweise durch Privatland direkt bis nach Cedar City laufen, wo nicht nur unsere Tour durch die fantastische Landschaft Utahs endet, sondern auch die 10 Monate Wanderschaft, die wir in diesem Jahr erleben durften, an ihr Ende gekommen sind. 

22.12.2025

Süd-Utah 7 Bryce Canyon Village-Kanab

 


               6 Tage, 143 Kilometer, 3233 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Als wir Bryce Canyon verlassen, liegt Nebel über der bizarren Felsenlandschaft, was der Szenerie in dieser eigentlich sonnigen Gegend eine ungewöhnliche Note verleiht. Wir wandern dann durch eine einsame Landschaft unterhalb der Steilkante des Paunsagunt Plateaus. Offene Flächen, lichter Kiefernwald mit majestätischen Bäumen und alte Waldbrandflächen voller gelb verfärbter Eichen wechseln sich ab. Außerhalb des Nationalparks ist der Pfad stellenweise ziemlich zugewachsen, aber noch begehbar. Wir laufen dann größtenteils auf Fahrspuren weiter, bevor es weglos zum Cutler Point, mit seinem riesigen, gelben Felsüberhang geht. Am nächsten Tag erreichen wir Kanab, eine ruhige Kleinstadt, die der größte Ort weit und breit ist. 

21.12.2025

Süd-Utah 6 Tropic-Bryce Canyon Village

 


               3 Tage, 38 Kilometer, 1245 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Auf dieser kurzen Etappe erkunden wir ausgiebig den Bryce Canyon Nationalpark, da wir uns anschließend für zwei Nächte in einem Hotel einmieten, wo wir gemütlich eine Schlechtwetterfront aussitzen.

20.12.2025

Süd-Utah 5 Escalante-Tropic

 


                    5 Tage, 108 km, 2715 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Von Escalante folgen wir dem Alvey Wash ins Kaiparowits Plateau, einem Teil des 10.000 Quadratkilometer großen Grand Staircase-Escalante Nationalmonuments. In einem Seitencanyon stetig höher steigend verändert sich die Landschaft und am Canaan Peak sind wir in hohem Nadelwald. Am nächsten Tag geht es zunächst ein Stück abwärts, bis wir am Powell Point, der die ganze Gegend weit überragt, bis auf 3150 Meter Höhe gelangen. Hier oben tragen die Zitterpappeln bereits keine Blätter mehr, es ist windig und kalt. Dafür können wir am nächsten strahlend klaren Morgen die ganze Palette der leuchtenden Herbstfarben erleben. Schließlich gelangen wir über den Henderson Canyon abwärts nach Tropic, wo wir uns für den nächsten Abschnitt durch den Bryce Canyon Nationalpark neu verpflegen. 

19.12.2025

Süd-Utah 4 Boulder-Escalante

 


               3 Tage, 30 Kilometer, 906 Höhenmeter Aufstieg


Zusammenfassung


Auf der kurzen Etappe von Boulder nach Escalante, folgen wir dem Mailtrail, der allerdings meistens kein wirklicher Weg, sondern eine mit Steinen markierte Route über die nackten, grauen Felsen ist. Der Death Hollow Canyon entpuppt sich als wirklich spektakulär, zwischen steilen Wänden gelegen, fließt ein rauschender Bach durch die üppige Vegetation am Talboden. Da wir genug Zeit haben, bleibt Raum für Erkundungsstreifzüge und auch Kaffeepausen, Kochen und Relaxen kommen nicht zu kurz. 

18.12.2025

Süd-Utah 3 Hanksville-Boulder

 


               7 Tage, 162 Kilometer, 4658 Höhenmeter Aufstieg


                                        Zusammenfassung


Von Hanksville trampen wir zurück zu unserer Route und wandern dann am Rand der 3500 Meter hohen Henry Mountains entlang. Ein kompliziertes Cross Country Stück führt uns dann in den Swap Canyon, dem wir bis in die Senke des Waterpocket Fold im Capitol Reef Nationalpark folgen. Der Upper Muley Twist Canyon, bzw. die Wanderung auf seinem Rand, mit tollen Ausblicken über die zerklüfteten roten und weißen Felsen, stellt einen weiteren Höhepunkt unserer Süd-Utah Traverse dar. Auf Fahrspuren laufen wir anschließend über ein Plateau und steigen dann über den Stair Canyon in höhergelegene Bereiche mit Wäldern aus Ponderosa Kiefern und der herbstlichen Farbenpracht am Boulder Mountain. Schließlich erreichen wir den kleinen Ort Boulder, wo wir uns neu verpflegen. 

17.12.2025

Süd-Utah 2 Needles Outpost-Hanksville






           5 Tage, 143 Kilometer, 2659 Höhenmeter Aufstieg




Zusammenfassung


Auf diesem Abschnitt durchqueren wir zunächst den Needles District des Canyonlands Nationalparks und gelangen an den Colorado. Hier haben wir viel Glück: Vanessa, eine Frau die mit ihrem Packraft Green River und Colorado komplett befahren will, setzt uns nacheinander auf dem gegenüberliegenden Ufer ab. Weiter geht es durch das spektakuläre Felslabyrinth des Maze District, wo wir ein paar nicht ganz einfache Klettereinlagen bewältigen. Schließlich folgen wir einige Kilometer weit Fahrspuren auf einer Hochfläche und steigen dann in den Happy Canyon ab, der uns zum Dirty Devil River führt. Ein Stück weit laufen wir hoch über dem Fluss und wandern dann in den Poison Spring Canyon, wo wir Petroglyphen bewundern. Schließlich erreichen wir die Straße 95 und trampen 27 Kilometer weit nach Hanksville, wo wir uns für den nächsten Abschnitt mit Essen eindecken. 

16.12.2025

Süd-Utah 1 Moab-Needles Outpost

 


                    Süd-Utah gesamt: 44 Tage, 933 Kilometer

Moab- Needles Outpost: 5 Tage, 92 Kilometer, 2662 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Von Salt Lake City fahren wir mit dem Bus nach Moab, wo wir unsere Wanderung durch Süd-Utah beginnen. Für Anke und mich ist die Canyonlandschaft hier eines der schönsten Wanderziele überhaupt, daher sind wir gespannt was uns erwartet. Das letzte Mal war ich 2009 in der Gegend, als ich den fantastischen Hayduke Trail gelaufen bin. Anke ist diese Route ebenfalls gelaufen, als Teil ihrer großen USA Süd-Norddurchquerung 2019. 

Diesmal wollen wir soweit es geht, Neuland für uns beide betreten. Mittlerweile gibt es etliche Hayduke Varianten. Außerdem ist die Internetseite Across Utah eine wahre Fundgrube. Aus diesen Quellen und ergänzt durch eigene Planung haben wir uns eine eigene Route gebastelt, die uns grob von Moab zum Zion Nationalpark führen soll.

Schon am ersten Tag geht es hinter Moab in der Behind the Rocks Wilderness durch atemberaubende, aber auch schwierig zu durchquerende Canyonlandschaften. Da es in den nächsten Tagen häufig gewittert, haben wir kein Wasserproblem, eher das Gegenteil ist der Fall. 

Ein steiler felsiger Abstieg über 250 Höhenmeter führt uns dann in das Tal des Kane Creek, von wo wir zu einer Hochebene aufsteigen, wo wir im Schutz unserer Zeltplane ein Gewitter überstehen, das Neuschnee auf die nahen La Sal Mountains geschüttet hat. 

Ein weiterer, steiler Klippenabstieg führt uns dann vom Hatch Point in das Lockhart Basin. Hier steigen wir zum Rustler Canyon ab, der uns zum fließenden Indian Creek bringt. Welch ein Gegensatz zu 2009, als es hier nur einige Wasserlöcher gab! Schließlich erreichen wir über eine Ebene die Needles Outpost, wo wir von der Besitzerin freundlich empfangen werden, die uns das Verpflegungspaket übergibt, das wir von Pinedale dorthin geschickt hatten. 

15.12.2025

Der Uinta Highline Trail

 


                7 Tage, 172 Kilometer, 5418 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Nach unserer großen Wanderung auf der Greater Yellowstone Route, nehmen wir uns etwas kürzeres vor: Den Uinta Highline Trail. Das ist ein etablierter Wanderweg, der dem Kamm der Uinta Mountains in Utah von Osten nach Westen über etwa 170 Kilometer folgt. Zwar läuft man hier auch durch weite Wälder, die teilweise stark von Waldbränden geprägt sind, oft ist man aber auch oberhalb der Baumgrenze. Die Berge wirken eher abgerundet, vor allem im Vergleich zur Wind River Range wo wir vorher waren. Die weiten Täler und Bergrücken können einen  manchmal denken lassen, irgendwo in Alaska oder Nordkanada zu sein. Während hier im Sommer wahrscheinlich recht viele Leute unterwegs sind, haben wir die Berge jetzt, Anfang September fast für uns alleine, abgesehen von einigen Bogenjägern die wir treffen. 

13.12.2025

Die Greater Yellowstone Route 10 Durch die Wind River Range 2



 

            10 Tage, 152 Kilometer, 6279 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Nachdem wir in Pinedale neues Essen gekauft haben, starten wir vom Half Moon Lake in der Nähe der Stadt zu der zweiten und letzten Etappe unserer Traverse der Wind River Range.

Dieser Teil ist insgesamt etwas einfacher, und teilweise weniger schroff als der letzte Abschnitt, dafür haben wir zunächst viel schlechtes Wetter. Höhepunkte sind die drei Pässe hinter dem Lee Lake, der Cirque of the Towers und die Plateaus oberhalb des Stough Creek. Anke geht es den größten Teil der Zeit nicht gut, was sich erst bessert, als sie Giardia Medikamtente aus Peru nimmt, die wir dort auf Vorrat gekauft hatten. 

In der Nähe des South Pass endet schließlich unsere große Wanderung durch das Greater Yellowstone Ökosystem, nach 79 Tagen und 1732 Kilometern. Wir haben die Zeit hier sehr genossen und zählen diesen Trip mit zu unseren besten Wanderungen!

12.12.2025

Die Greater Yellowstone Route 9 Durch die Wind River Range 1

 


            9 Tage, 117 Kilometer, 5423 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Als Fortsetzung unserer Umrundung des Yellowstone Nationalparks wollen wir die anschließende Wind River Range von Norden nach Süden durchqueren. Dazu starten wir wieder am Oberlauf des Green River, nachdem wir uns in Pinedale neu mit Essen versorgt haben. Die Wind River Range ist der alpinste Teil unserer Greater Yellowstone Wanderung, mit schroffen Granitbergen, zahllosen Seen und auch einigen Gletschern. Wir bewegen uns weitgehend am Hauptkamm der Gebirgskette. Daher ist das Vorankommen auf unserer teilweise weglosen Route nicht ganz einfach und ziemlich langsam. Die grandiosen Landschaftseindrücke entschädigen uns aber für alle Mühen. Wir wollen auch Gannet Peak, den mit über 4000 Metern höchsten Berg Wyomings besteigen, brechen diesen Versuch aber schließlich ab. Nachdem wir tagelang kaum anderen Wanderern begegnet sind, ändert sich das am Ende dieser Etappe, die wir in Pinedale beschließen, wo wir dann Proviant für den zweiten Teil der Wind River Range Durchquerung einkaufen. 

11.12.2025

Die Greater Yellowstone Route 8 Durch die Snake, Wyoming und Gros Ventre Ranges Jackson-Pinedale

 


                   11 Tage, 237 Kilometer, 11492 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Dieser Abschnitt unserer Wanderung durch das Greater Yellowstone Ökosystem auf den wir in Jackson starten,  schließt unsere große Runde um den Yellowstone Nationalpark. Dabei durchqueren wir gleich drei Gebirgsketten: Die Snake Mountains, sind dabei die am wenigsten spektakulären, allerdings finden wir dort große Einsamkeit trotz der Nähe zu Jackson, und müssen erkennen, dass die Pfade auf unseren Karten teilweise nicht mehr existieren. In der Wyoming Range folgen wir meist aussichtsreichen Kämmen. Auch dieses Gebirge wird im Vergleich zu der benachbarten Teton Range kaum besucht. Der Abstieg durch einen wilden Canyon stellt sich als einer der schwierigsten Abschnitte der ganzen Route heraus. Die Gros Ventre Range stellt schließlich einen absoluten, landschaftlichen Höhepunkt dar, mit kilometerlangen, offenen Kämmen über die wir weitgehend weglos wandern. Schließlich trampen wir nach Pinedale, wo wir uns für die nächste Etappe in der Wind River Range neu mit Proviant versorgen. 

10.12.2025

Die Greater Yellowstone Route 7 Durch Yellowstone und Tetons West Yellowstone-Jackson

 


              9 Tage, 294 Kilometer, 9146 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Nachdem wir von West Yellowstone zum Targhee Pass zurückgetrampt sind, durchqueren wir zunächst überwiegend auf Forstwegen eine erstaunlich trockene Landschaft. Dann geht es wieder in den Yellowstone Nationalpark, wo sich die Waldbrandflächen von 1988 inzwischen meist wiederbewaldet haben. Um den Old Faithful im Firehole River Tal, bestaunen wir Geysire und andere Phänomene die aus der geothermalen Aktivität in dieser Zone hervorgehen. Anschließend laufen wir den Bechler River mit seinen Wasserfällen hinab und verlassen den Nationalpark wieder. Als nächstes geht es in die Teton Range, wo der Crest Trail zunächst unerwartet überwachsen und undeutlich ist. Im Teton Nationalpark erwartet uns dann aber bei herrlichem Wetter die atemberaubende Berglandschaft, für die die Tetons bekannt sind. Im Gegensatz zu unserer sonst eher einsamen Wanderung treffen wir hier auch zahlreiche andere Leute. Schließlich erreichen wir den Highway 22 und trampen etwa 20 Kilometer nach Jackson, wo wir uns neu mit Essen eindecken. 

09.12.2025

Die Greater Yellowstone Route 6 Madison Mountains Big Sky-West Yellowstone

 


4 Tage, 129 Kilometer, 4812 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Die nächste, ziemlich kurze Etappe führt uns von Big Sky nach West Yellowstone. Wir passieren den markanten Sphinx Berg und laufen meistens auf kaum genutzten Pfaden durch weite Wälder, in denen uns Elche begegnen. Eine Zeit lang laufen wir auf einer Straße entlang des Earthquake Lake, der nach einem großen Erdbeben 1959 entstanden ist. Anschließend geht es in die Madison Mountains, wo wir auf dem bekannten Continental Divide Trail den Targhee Pass erreichen und einige Kilometer in den Ort West Yellowstone trampen. 

08.12.2025

Die Greater Yellowstone Route 5 Gallatin Mountains Gardiner-Big Sky

 


            7 Tage, 194 Kilometer, 9837 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Aus der Nähe von Gardiner steigen wir entlang der Grenze des Yellowstone Nationalparks hoch bis auf knapp 3300 Meter am Electric Peak, einem Berg der die Umgebung weit überragt. Anschließend laufen wir meist durch Wald innerhalb des Nationalparks vorbei an Crescent und Shelf Lakes. Danach geht es aufwärts zum aussichtsreichen Kamm der Gallatin Range, dem  wir fast drei Tage lang folgen. Bei einem Gewitter werden wir ziemlich nass, und Nebel verhindert teilweise, dass wir etwas von der fantastischen Umgebung zu sehen bekommen. Schließlich steigen wir lange ab zum Gallatin River, folgen dann der Indian Ridge und gelangen schließlich in den Skiort Big Sky. Von dort gibt es einen günstigen Bus nach Bozeman, wo Anke für unsere nächste Etappe einkauft. 

07.12.2025

'Die Greater Yellowstone Route 4 Der Norden Cooke City-Gardiner

 


                       4 Tage, 115 Kilometer, 3096 Höhenmeter

Zusammenfassung


Von Cooke City setzen wir unsere Wanderung auf der Greater Yellowstone Route im nördlichen Teil der Absaroka Mountains fort. Wir beobachten eine Grizzlymutter mit drei süßen Jungen und später noch ein weiteres Mal zwei der Bären, ebenso wie einen mächtigen, alten Bisonbullen.  Generell ist unsere Route niedriger als in den Beartooth Mountains und wir müssen nicht mehr durch Schnee laufen. Über den 2950 Meter hohen Lookout Mountain erreichen wir den Hellroaring Creek, über den wir schließlich zum Yellowstone River im Nationalpark gelangen, der hier durch eine grandiose Schlucht in sehr trockener Landschaft fließt. Nach lediglich vier Tagen kommen wir schließlich nach Gardiner, wo wir neuen Proviant kaufen. 

06.12.2025

Die Greater Yellowstone Route 3 Absaroka/ Beartooth Von Cody nach Cooke City

 


           10 Tage, 184 Kilometer, 8388 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Von Cody trampen wir zurück bis in die Nähe der Shoshone Lodge und laufen dann den Grinnel Creek aufwärts. Am nächsten Tag ist der Weg in einem Waldbrandgebiet nur noch undeutlich zu sehen, wir überqueren einen Pass auf 3050 Meter Höhe und gelangen ins Quellgebiet des North Fork Shoshone Rivers, wo wir Wapitis und Grizzlybären sehen. Der nächste Pass auf 3250 Meter Höhe ist teilweise sehr steil und schottrig. Hinter einem weiteren, etwas niedrigerem Pass steigen wir schließlich in den Wald bis auf 2350 Meter Höhe ab. Am nächsten Morgen geht es hoch zum Hoodoo Peak und wir folgen einem Grat für einige Kilometer, der teilweise die Grenze zum Yellowstone Nationalpark darstellt. Schließlich geht es wieder bergab in eine Landschaft mit Kalkklippen, Sagebrush und Douglasienwald. Der Crandall Creek auf nur noch 2000 Meter Höhe ist ziemlich tief und reißend, aber gerade noch so für uns machbar. Auf einem meist guten Pfad geht es weiter in relativ niedriger Höhe, bis wir am Clark Fork des Yellowstone River den Beartooth Highway erreichen. Bis zum Lost Lake können wir dann einem Pfad folgen, anschließend geht es weglos weiter durch den Kiefernwald, gepeinigt von Mückenmassen. Am Granite Lake gelangen wir dann kurz wieder auf einen Pfad, der sich aber bald verliert, so dass wir weglos zum Thiel Lake aufsteigen, wo wir einem Stachelschwein begegnen. Ein deutlicher Weg führt uns dann aufwärts zum Hidden Lake, an dessen Westufer uns aufragende Klippen kurz ins Wasser zwingen. Nachdem wir oberhalb von einer Schlucht aufsteigen, gelangen wir schließlich auf einen Pass in 3000 Meter Höhe. Von dort haben wir einen fantastischen Ausblick über die noch ziemlich verschneite,   felsige Granitlandschaft des Beartooth Plateaus mit ihren zahlreichen Seen. Wir müssen unsere Route gut wählen, da es hier erstaunlich viel auf und ab geht. Vorbei an den Donelson und Maryot Seen geht es hoch zu einem Pass auf 3200 Meter Höhe. Der Abstieg zum Flat Rock Lake ist ziemlich schneefrei. Am nächsten Tag laufen wir meist mit Microspikes an den Füßen. Wir wandern entlang zahlreicher noch eisbedeckter Seen wie dem Copepod Lake und erreichen oberhalb des Snowbank Lake den höchsten Punkt auf etwa 3400 Meter Höhe. Bei den Red Rock Lakes wird die Landschaft wieder grüner und der Abstieg zum Gallery Lake ist kompliziert und steil. Von dort geht es dann wieder hoch zum großen, buchtenreichen Fossil Lake, wo wir ein schönes Lager aufschlagen.  Dort besucht uns ein fettes Murmeltier. Am nächsten Morgen geht es wieder hoch bis auf 3200 Meter, dann abwärts zu den Skytop Lakes und dem malerischen Rough Lake, unweit des Granite Peak, mit 3882 Metern der höchste Berg Montanas. Oberhalb des Upper Aero Lake steht uns dann noch eine haarsträubende Schneefeld Traverse bevor. Ein Fehler würde hier bedeuten in rasanter Schussfahrt in das eiskalte Gewässer zu gleiten . Vom Lower Aero Lake steigen wir ein Stück auf und gelangen dann auf einen guten Pfad, der uns durch Wald und offene Flächen zum Lady of the Lake führt. Von dort sind es dann am nächsten Morgen nur noch wenige Kilometer bis zu dem kleinen Touristenort Cooke City, wo wir uns neu verproviantieren, bevor wir am Abend aus dem Tal aussteigen und unser Lager im Wald aufschlagen. 

05.12.2025

Die Greater Yellowstone Route 2 Absaroka Mountains 1 Von Dubois nach Cody

 


         8 Tage, 211 Kilometer, 5412 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung

Nachdem wir uns in Dubois neu verproviantiert haben, geht es als nächstes in die vulkanische Absaroka Range. Wir überqueren den flachen Bonneville Pass auf 3000 Meter Höhe und steigen dann weglos zu weiten Kämmen auf, denen wir lange Zeit folgen. Nach einem wunderschönen Tag erfolgt ein krasser Wintereinbruch mit viel Neuschnee und tiefen Temperaturen. Bei diesen Bedingungen wollen wir den 3663 Meter hohen Thorofare Mountain nicht besteigen und folgen daher mühsam dem Bliss Creek bis in das Tal des South Fork Shoshone River, den wir hinab laufen. Da der Fluss irgendwann zu hoch für eine Durchquerung ist, müssen wir ihm bis zu einer Brücke folgen. Über den Deer Creek geht es dann zurück in die Berge, wo wir etliche Bären sehen.  Eine spannende, aber potenziell sehr gefährliche Grizzlybegegnung ereignet sich, nachdem ein Bärenkopf hinter einer Schneewehe in nur fünf Metern Entfernung auftaucht! Über einsame Pfade auf denen wir keinen anderen Menschen treffen, gelangen wir in das abgelegene Thorofare Gebiet des Yellowstone Nationalparks, welches wir schließlich über den Eagle Creek verlassen, dem wir bis zur Straße am North Fork des Shoshone River folgen. Eine etwas seltsame Frau nimmt uns dann die 60 Kilometer bis nach Cody mit, wo dieser Abschnitt endet. 

04.12.2025

Die Greater Yellowstone Route 1 Pinedale-Dubois

 



2,5 Monate und etwa 1600 Kilometer durch das Greater Yellowstone Gebiet



5 Tage, 100 Kilometer, 2081 Höhenmeter Aufstieg

                                    Zusammenfassung


Nachdem wir 5,5 Monate in Südamerika verbracht haben, fliegen wir nach Salt Lake City in Utah. Unser Ziel ist eine etwa 1600 Kilometer lange Runde um den Yellowstone Nationalpark zu wandern. Diese „Greater Yellowstone High Route“ wurde 2018 von dem amerikanischen Wanderer Alexander Mc Naughton, Trailname „Pepperflake“ entwickelt und gelaufen. Zwar hat es seitdem noch wenige andere Leute gegeben, die eine ähnliche Route gemacht haben, allerdings niemand mit der südlichen Erweiterung durch die Wind River Range. Anke und ich waren schon einige Male in den USA und wir lieben die Rocky Mountains ganz besonders. Auch der bekannte Continental Divide Trail durchquert dieses Gebiet, lässt aber viele Highlights aus. Dagegen soll unsere Greater Yellowstone Route (GYR), teilweise weglos durch die spektakulären Gebirgsmassive um den Yellowstone Nationalpark führen, diesen eher flachen Park aber lediglich berühren. Das Gebiet um den Park ist die größte Wildnis der USA außerhalb von Alaska und zu weiten Teilen sogar besser geschützt als der Nationalpark selber. Wir wissen, dass uns große Herausforderungen erwarten werden, von noch ziemlich verschneiten Bergen über riskante Flussdurchquerungen bis hin zu Begegnungen mit den Königen der Wildnis, den Grizzlybären. Wir sind gespannt was uns erwartet und freuen uns sehr, hier etwa 2,5 Monate unterwegs zu sein. 

Von Salt Lake City fahren wir mit dem Greyhound Bus nach Rock Springs und trampen dann weiter nach Pinedale in Wyoming, wo unsere Wanderung im weiten Tal des Green River beginnt. Unsere erste Etappe führt uns durch eine eher sanfte Landschaft aus Nadelwäldern und grünen Wiesentälern. Große Teile wurden vor einiger Zeit von Waldbränden verwüstet, aber die Weite der Landschaft mit dem beginnendem Bergfrühling Mitte Juni begeistert uns total. Leider haben wir beide uns wohl im Flugzeug oder Bus eine heftige Erkältung geholt, daher kommen wir nur langsam voran. Während wir an einem Tag gar nicht laufen, kommt ein Grizzly in lediglich 30 Meter Entfernung an unserem Zelt vorbei, verschwindet gleich aber wieder. Willkommen in der Wildnis!

03.12.2025

Peru 4 Cordillera Blanca 2

 



            9 Tage, 114 Kilometer, 6658 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Da uns nach meiner Krankheit die Zeit davon läuft, beschließen wir als nächste Etappe in der Cordillera Blanca Start und Ziel nach Huaraz zu legen. Wir beginnen unsere Wanderung auf lediglich 3500 Meter Höhe und überqueren schon am zweiten Morgen den 5000 Meter hohen Paso del Zorro, wo der nächtliche Frost die Felsblöcke mit einer Eisschicht überzogen hat, die das Vorankommen erheblich erschwert. Wir steigen zur tintenblauen Laguna Mullaca ab und gelangen schließlich ins Akillpo Tal, dessen knorriger Quenual Wald ein Traum für jeden Naturliebhaber ist. Anschließend überqueren wir den 5040 Meter hohen Urus Pass, steigen ins Tal ab und nehmen am nächsten Tag den Ishinca Pass in Angriff, mit 5201 Metern der höchste Punkt der Cordillera Blanca Traverse. An der fantastisch grünen Laguna Cojup vorbei steigen wir ins Tal ab um dann steil und felsig zum Choco/ Huapi Pass auf 5073 Meter aufzusteigen. Ein langer Abstieg führt uns in das flache, grüne Quilcayhuanca Tal, wo wir einige Wanderer treffen. Am nächsten Tag geht es dann an der giftgrünen Laguna Shallap vorbei auf den Shallap Pass. An der Laguna Huamash Punta genießen wir dann noch einmal ein fantastisches Lager im Angesicht der rumpelnden Gletscher, bevor wir am nächsten Tag tiefer gelegenes, flacheres Terrain erreichen und schließlich nach Huaraz zurück gelangen. 

02.12.2025

Peru 3 Cordillera Blanca 1

 


            8 Tage, 124 Kilometer, 7663 Höhenmeter Aufstieg

Zusammenfassung


Von Cusco fahren wir per Bus nach Huaraz, einer Stadt am Rand der Cordillera Blanca, im Norden Perus. Wir haben vor, diese am stärksten vergletscherte Gebirgskette der Tropen von Norden nach Süden zu durchqueren. Dabei wollen wir kürzere Abschnitte auf bekannten Trails, wie dem Alpamayo Circuit oder dem Santa Cruz Trail laufen. Größtenteils orientieren wir uns aber an einer Route, die Cam Honan auf seiner Hiking Life Seite beschrieben hat. 

Auf diesem Abschnitt folgen wir fast immer mehr oder weniger deutlichen Wegen und berühren sogar zwei Siedlungen. Die Landschaft mit ihren schneebedeckten, hohen Bergen und grünen Tälern ist sehr eindrucksvoll und wir treffen kaum andere Wanderer. Leider erkranke ich an Giardia, mit ziemlich üblem Durchfall und Erbrechen, daher beenden wir diesen Abschnitt vorzeitig in Chacas, wo ich mich dank Flagyl schnell erhole.